Volkswagen testet Feststoffbatterie in Motorrad

8. September 2025, München
VW-Auftritt bei der IAA
 - München, APA/dpa

Europas führender Autobauer Volkswagen testet die Feststoffzelle erstmals in einem Fahrzeug. Dazu hätten die VW-Batterietochter PowerCo, Audi und der Motorradhersteller Ducati ein elektrisches Motorrad mit der Batterie vom VW-Partner QuantumScape ausgerüstet, teilte Volkswagen am Montag auf der Automobilmesse IAA in München mit. Die Feststoffbatterie habe das Potenzial, zu einem Gamechanger in der E-Mobilität zu werden, sagte VW-Technikvorstand Thomas Schmall.

Nun gehe es darum, die Technologie zu industrialisieren und den nächsten Schritt in Richtung Serie zu machen. Volkswagen habe mit der Einheitszelle, die in 80 Prozent der Fahrzeuge zum Einsatz kommen soll und verschiedene Chemikalien aufnehmen kann, ideale Voraussetzungen geschaffen.

Deutsche Premiumhersteller testeten Autos

Autobauer versprechen sich von der Feststoffzelle höhere Reichweiten und kürzere Ladezeiten. BMW arbeitet dazu mit Solid Power zusammen, Mercedes Benz unter anderem mit Factorial Energy. Die beiden deutschen Premiumhersteller haben bereits Elektroautos mit diesen Batterien auf der Straße getestet.

Volkswagen und QuantumScape wollen nun zusammen als nächstes ein Motorrad auf der Rennstrecke mit den neuartigen Zellen testen. Parallel werde daran gearbeitet, die Feststofftechnologie auch in die Volkswagen-Einheitszelle zu integrieren. Ziel sei es, bis Ende des Jahrzehnts zu einer marktfähigen Lösung zu kommen. Volkswagen fährt in den kommenden Wochen seine Fertigung in der ersten Batteriefabrik in Salzgitter hoch. Die dort produzierte Einheitszelle kommt als erstes in den elektrischen Kleinwagen um den ID.Polo zum Einsatz.

APA/Reuters