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OPEC sieht 2018 fast so starken Ölbedarfs-Anstieg wie 2017

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Wien, 12.09.2017

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) erwartet für nächstes Jahr einen fast ebenso starken Anstieg des weltweiten Ölbedarfs wie dieses Jahr, nämlich um gut 1,4 Prozent. Das geht aus dem neuen OPEC-Monatsbericht von August hervor, der für heuer mit 1,5 Prozent Plus rechnet. Das Wachstum wird sich vor allem außerhalb des OECD-Raums abspielen, etwa in China.

Konkret rechnet die OPEC für 2018 mit einem Zuwachs des globalen Ölhungers um 1,35 Mio. Fass pro Tag auf im Schnitt 98,1 Mio. Barrel täglich - und dabei, anders als zuletzt, doch erneut mit einem leichten Anstieg der Nachfrage nach OPEC-Öl.

Vom Anstieg des weltweiten Zuwachses der Ölnachfrage dürften 2018 nur 0,25 Mio. Fass/Tag auf die OECD und 1,1 Mio. Barrel täglich auf Nicht-OECD-Staaten entfallen, darunter 0,35 Mio. Fass/Tag auf China oder 0,16 Mio. Barrel/Tag auf Indien. Europa dürfte zwar nur 0,07 Mio. Barrel/Tag zum Wachstum beisteuern, jedoch wurde auch diese Prognose - ebenso wie die Erwartungen zu China - angehoben.

Für das laufende Jahr 2017 geht die OPEC davon aus, dass der Welt-Ölbedarf im Schnitt um 1,42 Mio. Barrel pro Tag (mb/d) auf 96,77 mb/d klettern wird, was einer leichten Aufwärtsrevision entspricht. Diese Anpassung erfolgte laut Bericht vom Dienstag wegen kräftigerer Daten aus der OECD für das zweite Quartal - speziell was Amerika und Europa betrifft -, aber auch betreffend China.

Produktion der Nicht-OPEC-Länder legt leicht zu

Für die Produktion der Nicht-OPEC-Länder wird ein Anstieg um 0,78 mb/d auf 57,80 mb/d erwartet, unverändert gegenüber dem letzten Bericht. 2018 sollte die Nicht-OPEC-Menge - nach einer leichten Abwärtsrevision für Russland und Kasachstan - um 1,00 mb/d auf im Schnitt 58,80 mb/d steigen.

Die Nachfrage nach OPEC-Öl schätzt die Organisation für heuer auf 32,7 mb/d, ein Zuwachs von 0,5 mb/d gegenüber 2016. Kommendes Jahr dürfte der Bedarf an OPEC-Öl um 0,2 mb/d auf 32,8 mb/d leicht wachsen, schätzt die OPEC, die für 2018 im Juli noch ein leichtes Minus und im August-Bericht eine Seitwärtsbewegung gegenüber 2017 erwartet hatte.

Im August dürften die OPEC-Staaten zusammen im Schnitt 32,71 Mio. Barrel täglich gefördert haben, etwas weniger als im Juli, heißt es mit Verweis auf Sekundärquellen. Der weltweit führende Produzent Saudi-Arabien hat seine Menge im August im Vergleich zum Vormonat bei rund 10,02 mb/d gehalten - den dritten Monat über der 10-Millionen-Grenze - gefolgt vom Irak mit 4,45 mb/d und dem Iran mit 3,83 mb/d. Libyen, wo auch die österreichische OMV fördert, steuerte den Angaben zufolge mit 890.000 Fass/Tag weniger als im Juli bei, aber wieder etwas mehr als im Juni.

Die gesamte Welt-Ölproduktion dürfte von Juli auf August um 0,41 mb/d auf im Schnitt 96,75 mb/d gesunken sein, heißt es.

APA