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OPEC senkte Ölfördermenge im Jänner deutlich

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Wien, 13.02.2017

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat ihre Ölfördermenge zu Jahresbeginn - entsprechend der neuen Kürzungs-Vereinbarung - deutlich gedrosselt. Im Jänner förderten die Kartellmitglieder zusammen im Schnitt 32,14 Mio. Fass pro Tag, geht aus dem neuen OPEC-Monatsbericht von Februar unter Hinweis auf Sekundärquellen hervor.

Im Dezember hatten die OPEC-Mitglieder noch 33,03 Mio. Barrel (je 159 Liter) am Tag gefördert - um 890.000 Fass im Tagesschnitt mehr als im Jänner -, im November 33,37 Millionen. Am stärksten gesenkt worden sei der Output in Saudi Arabien, dem Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), während er in Nigeria, Libyen und dem Iran gestiegen sei.

Die seit 1. Jänner geltende Vereinbarung sieht für die Saudis eine Förderung von 10,1 Mio. Barrel am Tag vor, laut Bericht waren es zuletzt 9,95 Mio. Fass täglich, um fast 500.000 Barrel weniger als im Dezember (10,44 Mio./Tag). Die Saudis bestreiten ein Drittel der gesamten OPEC-Menge. Der Irak, Nr. 2 im OPEC-Reigen, drosselte von 4,64 auf 4,48 Mio. Fass/täglich, zugestanden sind ihm 4,4 Mio. Barrel/Tag. Drittstärkstes Fördermitglied ist der Iran mit zuletzt 3,78 Mio. Fass pro Tag, etwas mehr als im Dezember, gefolgt von den VAE mit 2,93 Mio. Barrel/Tag, weniger als im Dezember.

Die gesamte weltweite Ölförderung nahm im Jänner dem Bericht zufolge gegenüber dem Monat davor um 1,29 Mio. auf 95,82 Mio. Barrel/Tag ab, im Jahresabstand ein Rückgang um 0,46 Mio. Fass pro Tag. Der OPEC-Anteil an der globalen Ölproduktion betrug im Jänner 33,5 Prozent, um 0,5 Prozentpunkte geringer als im Monat Dezember. 2016 ist die OPEC-Produktion vom ersten bis zum vierten Quartal schrittweise angestiegen, obwohl normalerweise die Nachfrage im dritten Quartal am höchsten ist und im vierten nur noch knapp über dem zweiten liegt, was auch 2016 der Fall war.

2017 dürfte die weltweite Ölnachfrage gegenüber 2016 um 1,19 Mio. (oder 1,26 Prozent) auf 95,81 Mio. Barrel im Tagesschnitt wachsen, eine Aufwärtsrevision um 35.000 Fass/Tag, so der OPEC-Monatsbericht. 2016 dürfte der globale Bedarf um 1,32 Mio. auf 94,62 Mio. Barrel/Tag geklettert sein, unter anderem wegen Anpassungen der China-Schätzung um 70.000 Fass/Tag. China benötigte voriges Jahr pro Tag im Schnitt 11,38 Mio. Fass Rohöl, rund 12,03 Prozent der Weltmenge - heuer sollen es mit 11,64 Mio. Barrel/Tag um 2,35 Prozent mehr sein, der Weltanteil würde leicht auf 12,15 Prozent ansteigen. Zum Vergleich: Europa benötigt mit 14 Mio. Fass/Tag kaum mehr als China, die USA täglich 20 Mio. Fass.

APA