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Nachhaltigkeitskontest der WKO: Österreich an der Spitze

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Wien, 13.09.2017

Zumindest im Nachhaltigkeitsranking der Wirtschaftskammer (WKÖ) führt Österreich. Vor zwei Jahren lag man noch hinter Dänemark und Schweden auf Platz drei im EU-weiten Ranking. "Heuer führt das Land die Spitze in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit an", sagte Christoph Haller, Nachhaltigkeitskoordinator der WKÖ bei einer Pressekonferenz in Wien. Polen und Bulgarien sind Schlusslichter.

In dem alle zwei Jahre durchgeführten Nachhaltigkeitskontest sichern sich Österreich, Deutschland, Italien, Schweden und Dänemark seit Jahren abwechselnd die ersten fünf Plätze. Das liege vor allem daran, dass sich die Länder dauerhaft im Umweltbereich engagieren und das seine Wirkung zeige, erklärte der Abteilungsleiter für Umwelt- und Energiepolitik der WKÖ, Stephan Schwarzer.

Stärken und Handlungsfelder Österreichs seien vor allem erneuerbare Energien, Wasserqualität und Abwasserentsorgung. Schwächen des Landes seien wiederum zum Teil Abfallrecycling und die schlechte Wassernutzung, also zum Beispiel der Wasserverbrauch in Privathaushalten. Auch wenn das Energiemanagement in Österreich gut genutzt wird, stieg der CO2-Ausstoß in Österreich im Jahresvergleich laut Medienberichten vom August an. Diese Differenz begründete Schwarzer mit der Witterung: "Die Menschen müssen in kälteren Wintern mehr heizen, was den Hauptfaktor des CO2-Anstiegs ausmacht."

Insgesamt wurden 56 Indikatoren für das Umweltranking herangezogen. Die ausgewerteten Daten stammten laut WKÖ von offiziellen Quellen wie Eurostat und der europäischen Umweltagentur. Generell sei erfreulich, dass sich der Abstand der 28 EU-Länder in den 56 gewerteten Einzelindikatoren immer mehr verringert und sich die Länder in ihren Standards annähern, meinte Umweltmanager Haller. Dies sei vor allem das Ergebnis der EU-Umweltpolitik.

Trotz der "hervorragenden Position Österreichs" würden die Herausforderungen im Energie- und Umweltbereich nicht aufhören. "Wir sitzen in einem fahrenden, nie stillstehenden Nachhaltigkeits-Zug", betonte Schwarzer. Für das Erreichen der klimapolitischen Ziele (so soll Österreich laut EU-Vorgabe bis 2030 seine CO2-Emissionen um 36 Prozent reduzieren, Anm.) werden in den nächsten Jahren große Beträge investiert werden müssen, meinte Schwarzer. Dazu brauche es langfristig angelegte staatliche Anschubprogramme.

APA