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Höhere Ölpreise füllen Energiekonzern Rosneft die Kassen

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Moskau, 14.11.2017

Die gestiegenen Ölpreise haben dem russischen Energiekonzern Rosneft einen Gewinnsprung beschert. Im dritten Quartal sei das Ergebnis unter dem Strich um 80 Prozent auf umgerechnet rund 680 Mio. Euro gestiegen, teilte Russlands größter Erdöl-Konzern mit. Analysten hatten mit einem noch höheren Anstieg gerechnet.

Das halbstaatliche Unternehmen nutzt die sprudelnden Gewinne offenbar, um sein Engagement im Ausland weiter voranzutreiben. So sei den Kurden im Irak ein Vorschuss von 1,3 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro) für die Erschließung von Ölfeldern gezahlt worden, erklärte das Unternehmen. Die Vereinbarung der Kurden mit Rosneft war auf scharfe Kritik bei der Zentralregierung in Bagdad gestoßen.

Rosneft hatte auch eine Vorauszahlung von mehreren Milliarden Dollar an Venezuelas staatliche Ölfirma PDVSA geleistet. Rosneft unterliegt wegen der russischen Annexion der ukrainischen Krim-Halbinsel Sanktionen der Europäischen Union. Der deutsche Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder war Ende September zum Aufsichtsratsvorsitzenden des staatlich kontrollierten Ölkonzerns gewählt worden. Russland ist mit 50 Prozent plus einer Aktie der Mehrheitsaktionär an Rosneft. BP hält einen Anteil von 19,75 Prozent.

APA/ag.