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EnBW schreibt wieder schwarze Zahlen

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Karlsruhe, 10.11.2017

Wegen einer Steuerrückzahlung und des Verkaufs einer Beteiligung hat die Energie Baden-Württemberg (EnBW) ihr Ergebnis in den ersten drei Quartalen deutlich verbessern können. Zwischen Jänner und September betrug der Konzernüberschuss rund 1,87 Mrd. Euro - nach einem Minus von 192,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dies teilte das Unternehmen am Freitag in Karlsruhe mit.

EnBW hatte eine Rückerstattung der als verfassungswidrig eingestuften Kernbrennstoffsteuer erhalten. Zudem hatte der Konzern einen Anteil von fast 49,9 Prozent an einem Offshore-Windpark verkauft. Überdies wirkte sich die Übernahme des Gasversorgers VNG positiv aus, der nun zum ersten Mal in der Bilanz komplett enthalten ist.

2016 lag der Jahresfehlbetrag von EnBW bei fast 1,8 Mrd. Euro. Finanzvorstand Thomas Kusterer bekräftigte, dass 2017 nun die Wende geschafft werden solle. Zugleich würden bereits 2019 - ein Jahr früher als erwartet - Effizienzmaßnahmen greifen. Sie sollen pro Jahr 1,4 Mrd. Euro bringen.

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 7,5 Prozent auf 15,34 Mrd. Euro. Die EnBW will nach der Rückkehr in die Gewinnzone auch wieder eine Dividende zahlen. Der Versorger strebe dies bereits für 2017 an, sagte Finanzchef Thomas Kusterer am Freitag während einer Telefonkonferenz. Für 2016 hatte es keine gegeben. Kusterer bekräftigte die Prognose, wonach das operative Ergebnis im Gesamtjahr stabil bleiben oder um bis zu 5 Prozent höher ausfallen soll. Nach derzeitigem Stand sei mit einem Ergebnis eher am oberen Rand der Spanne zu rechnen.

Die EnBW gehört zu den größten Energieversorgern in Deutschland und beschäftigt rund 21 300 Mitarbeiter. In Österreich ist die EnBW mit rund einem Drittel an der niederösterreichischen EVN beteiligt und damit zweitgrößter Aktionär nach dem Mehrheitseigentümer Land Niederösterreich.

APA/dpa/ag.