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Temperatur in Großstädten könnte bis 2100 drastisch steigen

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London, 30.05.2017

In manchen Großstädten könnten die Temperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts um acht Grad Celsius steigen. Das ist das Ergebnis einer Studie, deren Ergebnisse in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlicht werden. Dafür wurde ein Worst-Case-Szenario zugrunde gelegt, in dem die Treibhausgas-Emissionen nicht gedrosselt werden, sondern weiter steigen.

Die Studie berücksichtigt das bekannte Phänomen, dass sich die Temperaturen in den großen urbanen Zentren stärker verändern als auf dem Land. Das liegt unter anderem an der Versiegelung der Grünflächen durch Straßen, an der Verwendung von Beton als Baumaterial und an der mangelnden Begrünung ungenutzter Freiflächen. Dies wird als städtischer Hitze-Insel-Effekt (UHI) bezeichnet.

Die fünf Prozent der Großstädte mit den höchsten Einwohnerzahlen müssten sich auf Temperatursteigerungen von "acht Grad und mehr" einstellen, warnte Ko-Autor Francisco Estrada vom niederländischen Institut für Umweltfragen. Sein Team errechnete für die urbanen Zentren einen drastischen Rückgang der Produktivität der Arbeitskräfte.

Die Autoren der Studie machen darauf aufmerksam, dass die Städte nur rund ein Prozent der Erdoberfläche ausmachen, dass dort aber drei Viertel des Energieverbrauchs der Welt anfällt und fast zwei Drittel der CO2-Emissionen produziert werden.

APA/ag.
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USA überprüfen Importe von Photovoltaikanlagen

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Genf/Washington, 30.05.2017

Die USA überprüfen nach Angaben der Welthandelsorganisation WTO Importe von Photovoltaikanlagen und Solarzellen. Darüber habe Washington die WTO informiert, teilte die Organisation am Montag in Genf mit. Anlass sei eine Anfrage des Unternehmens Suniva, das in den USA Solarzellen herstellt.

Washington prüfe daher, ob "zunehmende Importe" die heimische Solarstrom-Industrie schädigten oder schädigen könnten, erklärte die WTO. Der seit Jänner amtierende US-Präsident Donald Trump verfolgt eine protektionistische Handelspolitik. International wird befürchtet, dass der rechtspopulistische Immobilienmilliardär im Welthandel eine Ära der Handelsschranken einläutet. Er drohte unter anderem deutschen Autobauern mit saftigen Strafzöllen.

APA/ag.
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Zwischen OPEC und US-Schieferölbranche knirscht es

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Wien, 29.05.2017

Anfangs haben sie sich einfach ignoriert, später dann bekämpft. Mittlerweile reden sie miteinander. Aber die Interessen von klassischen Ölproduzenten aus den OPEC-Staaten und der aufstrebenden Schieferöl-Konkurrenz aus den USA sind noch immer gegensätzlich. Wohin geht die Reise dieses ungleichen Paars, das sich gegenseitig noch immer wehtun kann?

Die Mitglieder des einst marktbestimmenden Kartells Erdöl exportierender Länder (OPEC) erholen sich gerade erst wieder vom Ölpreisverfall. Hatte sich dieser zwischen 2011 und Mitte 2014 bei den beiden wichtigen Sorten Brent und WTI zwischen 85 und 120 Dollar pro Barrel (ein Fass jeweils 159 Liter) eingependelt, stürzte er danach bis Anfang 2016 auf weniger als 30 Dollar ab. Hauptgründe damals: eine maue Entwicklung der Weltwirtschaft und der Boom der US-Schieferölproduktion. Beides zusammen führte zu einem riesigen Überangebot auf dem Weltmarkt.

Für die 13 OPEC-Mitglieder mit Schwergewichten wie Saudi-Arabien und Iran ist der Preisverfall genauso ein Problem wie für andere Exporteure wie Russland. Niedrige Weltmarktpreise reißen oft große Löcher in Staatshaushalte. Und je länger die Preise niedrig bleiben, desto schwieriger lassen sich die Löcher stopfen.

Das Problem für die klassischen Ölförderer mit gigantischen Reserven unter der Erdoberfläche begann, als es Firmen in den USA Schritt für Schritt gelang, mit verbesserten "Fracking"-Verfahren Öl zu immer niedrigeren Kosten aus dem Schiefer zu lösen - und damit den Weltmarkt zu fluten. Nachdem sich das nicht mehr ignorieren ließ, gingen OPEC & Co zum Gegenangriff über. Die Taktik: Würde Öl nur billig genug, könnten die US-Firmen keine Gewinne mehr machen und würden aufgeben. Das funktionierte zunächst auch. Aber die Schieferöl-Branche feilte an ihrer Technik und senkte die Kosten immer weiter, um konkurrenzfähig zu bleiben. Daher produzieren im Permian Basin - dem größten US-Ölfeld - Firmen wie Parsley und Diamondback aktuell so hohe Mengen wie seit Jahren nicht.

Die OPEC geht davon aus, dass sie den Ölpreis gerade etwas unterhalb von 60 Dollar pro Fass halten muss, um selbst ein halbwegs auskömmliches Einkommen zu haben und die US-Rivalen nicht zu groß werden zu lassen. "Alle Schieferöl-Produzenten in den USA sind kleine Firmen", sagt der algerische OPEC-Delegierte Noureddine Boutarfa. "Und in der Realität ist es so, dass sie bei Preisen zwischen 50 und 60 Dollar nicht über eine Förderung von 10 Millionen Barrel pro Tag hinauskommen können." Das wäre ein Plus von etwa einer Million Barrel im Vergleich zur aktuellen US-Produktion - und ungefähr das Niveau, das die OPEC für verschmerzbar hielte. Das sieht auch der Iran so: "Für alle OPEC-Mitglieder sind 55 bis maximal 60 Dollar derzeit das Ziel", so dessen Ölminister Bijan Zanganeh. "Es scheint für beide Seiten gut zu sein."

Um den Ölpreis - und damit die Staatseinnahmen - zu stützen, hat die OPEC gerade erst beschlossen, die zusammen mit einigen anderen Exportländern selbst auferlegte Förderbremse von etwa 1,8 Millionen Barrel am Tag um neun Monate bis Ende März 2018 zu verlängern. Das entspricht etwa zwei Prozent des weltweit pro Tag produzierten Öls. Die Gefahr dabei: Diese Staaten könnten Marktanteile an Rivalen verlieren. So hat etwa der weltweit drittgrößte Ölverbraucher Indien durchblicken lassen, bald mehr Öl aus den USA beziehen zu wollen.

Nach anfänglicher Abneigung sucht die OPEC nun das Gespräch mit den Rivalen. So war der Chef des US-Schieferölförderers Centennial beim OPEC-Treffen in Wien eingeladen, um die Entwicklung der Branche zu umreißen. Aber er ließ sich offenbar nicht in die Karten schauen. "Wir wissen nicht, wie viel Öl diese Firmen in naher Zukunft fördern wollen", sagte Venezuelas Öl-Minister Nelson Martinez nach dem Treffen. Und sein Kollege Nelson Martinez aus Ecuador räumte ein: "Wir haben keine Kontrolle über das, was die Amerikaner machen."

Umgekehrt suchen auch US-Firmen die Nähe zur OPEC. So nahm Dave Purcell von der auf die Ölbranche spezialisierten Investmentbank Tudor, Pickering, Holt & Co erstmals an einem OPEC-Treffen teil. Er will nach eigenen Worten dazu beitragen, dass den klassischen Produzenten klar wird, dass Schieferöl keine Eintagsfliege ist.

Zwar stehen inzwischen die meisten OPEC-Länder auf dem Standpunkt, dass sie sich künftig mit Schieferöl arrangieren müssen. Manche schließen aber auch einen neuen Kampf nicht aus: "Sollte es dazu kommen, dass wir uns frustriert fühlen durch vorsätzliche Aktionen der Schieferölproduzenten zur Sabotage des Ölmarktes", sagt der nigerianische Ölminister Emmanuel Kachikwu, "dann werden wir uns bei der OPEC hinsetzen und besprechen, was zu tun ist."

APA/ag.
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Recycling von Windparks: Kein "grünes" Unterfangen

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Lünen, 29.05.2017

Windparks arbeiten umweltfreundlich und ohne den Klimakiller CO2 - bis sie ausrangiert werden. Danach sieht die grüne Bilanz weniger positiv aus. Die riesigen Rotorblätter der Windanlagen aus mit Harz verklebten Glasfaser- oder Carbonverbundstoffen lassen sich bisher kaum wiederverwerten. Sie werden meist geschreddert und verbrannt und belasten dabei auch noch die Filter der Öfen.

Mehr als 28.000 Windkraftanlagen sind derzeit deutschlandweit im Landesinneren und in der Nord- und Ostsee im Einsatz.

"Wir laufen auf ein Riesenproblem zu", sagt der Sprecher des großen deutschen Recyclingunternehmens Remondis in Lünen, Michael Schneider. Denn viele Anlagen aus den Anfangsjahren der Energiewende erreichten demnächst das Ende ihrer 20-jährigen Förderzeit nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Viele von ihnen dürften danach mangels Rentabilität abgebaut werden. Das Recyclingunternehmen fordert strengere rechtliche Vorgaben für die Wiederverwertung - nicht nur bei Windparks, sondern auch für Verbundstoffe im Autobau.

Fasern lassen sich kaum trennen

Bisher sei es kaum möglich, die mit Harz verklebten Fasern wieder zu trennen. "Wir kriegen die nicht mehr auseinander", sagt Schneider. Und die Betreiber von Verbrennungsanlagen - etwa Zementwerke - nähmen die Stoffe wegen der Belastung der Filter nur ungern und in kleinen Mengen an.

Windanlagen mit rund 4.000 Megawatt (MW) Kapazität fallen laut dem deutschen Verband Windenergie Ende 2020 aus der Energiewende-Förderung und stehen danach wohl überwiegend vor dem Aus, falls der Börsenstrompreis nicht deutlich anzieht. Legt man 5-Megawatt-Turbinen-Anlagen nach aktuellem Technikstand zugrunde, entspricht das mindestens 800 großen Windmühlen. Tatsächlich sind es wohl deutlich mehr. Hinzu kommen Anlagen, die nach Defekten, Unfällen oder aus Altersgründen ersetzt werden. Remondis rechnet 2017 mit deutschlandweit mehr als 9.000 Tonnen Recyclingmaterial aus Rotorblättern und einem Anstieg auf rund 16.000 Tonnen jährlich bis 2021.

Der Wind-Verband rät dennoch zur Gelassenheit. Der ganz überwiegende Teil der Windräder aus Stahl, Aluminium, Kupfer und Beton lasse sich problemlos wiederverwerten, sagt Sprecher Wolfram Axthelm. Auch für die Rotoren gebe es derzeit "ausreichende Entsorgungsmöglichkeiten". Außerdem liefen aussichtsreiche Forschungsvorhaben für eine Trennung der Verbundstoffe in den Rotoren etwa beim Fraunhofer Institut für Chemische Technologie in Pfinztal (Baden-Württemberg).

Verbundstoffe werden "gesprengt"

Das Institut hat bei der technisch aufwendigen Trennung erste Erfolge erzielt. "Wir arbeiten an einer Lösung, die Verbundstoffe aus Holz, Glasfasermatten und Harz mit kleinen Sprengladungen zu demontieren und so die einzelnen Fraktionen zu trennen", sagt ein Sprecher. Die Technik funktioniere im Forschungsmaßstab, Ziel sei die Umsetzung auch für industrielle Mengen in den nächsten drei bis fünf Jahren.

Offen ist allerdings, wie teuer die Stofftrennung wird und ob die Anlagenbetreiber wegen der Zusatzkosten beim Rückbau damit nicht draufzahlen. "Einen Preis gibt es noch nicht, das wäre spekulativ", sagt Windverbandssprecher Axthelm. Bisher bilden die Anlagenbetreiber Reserven von im Schnitt 40.000 bis 60.000 Euro pro Megawatt maximaler Erzeugungskapazität für den Rückbau nach der Betriebszeit. Diese Rückstellungen reichten bisher problemlos, weil das Altmetall der Anlagen ja auch Erlöse bringe, so Axthelm.

APA/dpa
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Ägypten strebt weitgehende Energieautonomie an

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Kairo, 29.05.2017

Mit Ägyptens Erdgasfeldern und einem - zu kleineren Teilen - Ausbau der Windkraft sowie etwas Photovoltaik strebt das Nilland in den nächsten Jahren weitgehende Energieautonomie an. Dies soll zumindest für die Stromversorgung der 90 Mio. Ägypter gelten. Ein großer Schritt dabei ist der Bau von drei großen Gas-Dampfkraftwerken durch ein deutsch-ägyptisches Konsortium mit Siemens als Technik-Leader.

Die kombinierten Gas-Dampfkraftwerke in Burullus am Mittelmeer, in der Wüste südöstlich von Kairo sowie in Beni Suef am Nil sollen im Endausbau eine Leistung von 14,4 GW liefern. Im Mai 2018 sollten alle Blöcke am Netz sein - die Bauzeit betrug dann knapp weniger als zwei Jahre. Damit sollten nicht nur Spitzen im Stromverbrauch vor allem in den Sommermonaten abgedeckt werden, sondern auch eine Überproduktion möglich sein, hieß es Ende Mai bei der Präsentation der Baufortschritte vor internationalen Journalisten.

Stromgewinnung durch Windkraft steckt in Ägypten allerdings noch in der Anfangsphase. Die Rede ist von vorerst rund 2.000 MW Leistung. Die Behörde für Erneuerbare Energien hat den Weg legistisch und in der Finanzierung bereitet, Siemens errichtet die Anlagen, einen genauen Zeithorizont zur Fertigstellung konnte man jedoch noch nicht geben. Auch soll der nationale Stromverteiler Egyptian Electricity Transmission Company (EETC) noch nicht so weit sein - und es soll sich bei den Tarifen zur Einspeisung ins Stromnetz spießen.

Verteilnetz wird ausgebaut

Dem Verteilnetz wird entscheidende Bedeutung bei der Nutzung neuer Energien zukommen. Ahmed El Sewedy, Vorstand der Elsewedy Electric Company, die mit Siemens im Konsortium das 4,8 GW-Gaskraftwerk in Beni Suef errichtet: "Eine der ersten Fragen von Investoren ist eine nach Energiesicherheit". Deshalb muss auch das Verteilnetz ausgebaut werden. Dazu tragen 24 Großtrafos bei den drei neuen Kraftwerken und mindestens so viele Verteiltransformatoren von Siemens Weiz bei. Das Verteilnetz soll bis 2025 in mehreren Stufen ausgedehnt werden.

Laut der englischsprachigen Fachzeitschrift "Windpower" will Ägypten in den kommenden Jahren ambitionierte 7,2 GW aus Windkraft am Netz haben. Bisher haben Japan, Spanien, Dänemark und Deutschland die Windenergiegewinnung im Nilland vorangetrieben. Jetzt ist vor allem Siemens mit dem Windkraft-Anteil im "Megaprojekt" engagiert. Dieses soll Strom im Ausmaß von 14,4 GW produzieren, plus eben 2 GW aus Windkraft.

Am "Megaprojekt" dran hängen die geplanten 12 Windparks mit rund 600 Windturbinen in Ras Ghareb am Golf von Suez sowie im oberen Niltal bei El Minja. Eine eigene Rotorblattfabrik soll im Raum Ain Soukhna am Golf von Suez an der Nationalstraße 65 von Kairo nach Hurghada entstehen, was ägyptische Wertschöpfung - und dringend benötigte Jobs - generieren soll.

Unabhängigkeit bei Erdgas erreicht

Beim Erdgas hat Ägypten weitgehend Unabhängigkeit von Importen erreicht. Ägypten förderte 2011 rund 62 Mrd. Kubikmeter Erdgas vor allem im Mittelmeer, hat Reserven von 2.185 Mrd. Kubikmetern plus eventuellen weiteren noch nicht genau explorierten Gasfeldern, wie es 2011 in einer Studie der deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hieß. Nach Ansicht von Experten aus der ägyptischen Energiebranche dürften die Reserven für bis zu 50 Jahre bei durchschnittlich steigendem Verbrauch reichen. 2010 verbrauchte Ägypten rund 45 Mrd. Kubikmeter Erdgas. Rund 15,2 Mrd. Kubikmeter wurden exportiert.

Angestrebt wird ein besserer Energiemix bis zumindest 2020: Derzeit werden noch rund 90 Prozent des ägyptischen Bedarfs zur Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen gedeckt, nur zehn Prozent aus Wasserkraft und erneuerbaren Energien. Dieser Anteil soll bis 2015 auf 25 Prozent steigen. Die neuen Gaskraftwerke ermöglichen weiters das Stilllegen einiger kleinerer und älterer, nun unrentabler Anlagen, die mit Schweröl betrieben wurden. Bis 2024 sollen laut Sherif Kotb, dem Vizedirektor des Siemens-Megaprojekts, alle Schweröl-Kraftwerke Ägyptens vom Netz sein.

Photovoltaik spielt noch keine so große Rolle in Ägypten, auch wenn z. B. die Mobilfunkmasten im Lande schon weitgehend mit Solar-Paneelen ausgestattet sind. Jedenfalls sind für die nächsten Jahre auch rund 2.000 MW Stromaufbringung aus Photovoltaikanlagen - auf kleinen Häusern und anderen Objekten angebracht - angestrebt, so der mit Siemens in einem Kraftwerksbau-Konsortium vereinte Orascom-Chef Osama Beshay. Der Durchschnittsverbrauch einer ägyptischen Familie mit fünf Personen bei Strom beträgt übrigens rund 10.000 kWh jährlich.

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Trump will offenbar raus aus dem Klimaabkommen

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Washington, 29.05.2017

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge vor Vertrauten den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt. Das Internet-Magazin Axios berichtete, Trump habe unter anderem den Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, über seine Absicht informiert. Unter anderem wegen der Klimapolitik endete der G7-Gipfel am Samstag im Streit.

Das Magazin berief sich auf drei nicht genannte Quellen mit direkter Kenntnis der Angelegenheit. Trump hatte sich beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen im italienischen Taormina nicht festgelegt, ob er die USA im internationalen Klimaschutzabkommen halten will. Über den Kurznachrichtendienst Twitter kündigte er danach an, er werde in der kommenden Woche entscheiden, ob er das Abkommen unterstütze oder nicht.

Entwicklungsorganisationen übten scharfe Kritik am G7-Gipfel, der von der Blockadehaltung Trumps überschattet war. Die Ereignisse in Taormina werfen auch einen Schatten auf den Gipfel der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) Anfang Juli in Hamburg. "Der G20-Gipfel muss nun dort einspringen, wo der G7 gescheitert ist", sagte Friederike Röder von der Entwicklungsorganisation ONE. Trump habe eine "feindliche Verhandlungshaltung" gezeigt, sagte Röder, die andere G7-Führer zugleich aufforderte, nicht alles mit sich machen zu lassen.

Mehr Druck aufbauen

Wegen der Überlegungen der neuen US-Regierung, vielleicht aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen, forderten Umweltschützer die anderen Staaten auf, jetzt noch mehr Druck zu machen. "Wenn Amerika wackelt, müssen wir stehen", sagte der deutsche Grünen-Chef Cem Özdemir. Es dürfe keine falsche Scheu vor harten Auseinandersetzungen geben. "Die restlichen Industrieländer müssen bis zum G20-Gipfel in Hamburg umso mehr Druck ausüben und mit ambitionierten Plänen vorangehen." Die US-Regierung dürfe nicht zum Bremsklotz der internationalen Klimadiplomatie werden.

Der US-Präsident, der erst nach zähem Ringen zugestimmt hatte, den Kampf gegen den Protektionismus ins Abschlusskommuniqué aufzunehmen, verkaufte den Mini-Kompromiss hinterher als Erfolg. Die USA setzten sich für die "Beseitigung aller handelsverzerrender Praktiken" ein, um wahrlich faire Wettbewerbsbedingungen zu erreichen, schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter.

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Deutsche Solarbranche sieht neuen Aufschwung

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Bonn, 29.05.2017

Das anziehende Geschäft mit Energiespeichern und der Ausbaubedarf bei erneuerbaren Energien sorgt für Optimismus in der deutschen Solarbranche. Zwar sei die Pleite des Photovoltaik-Herstellers Solarworld vor gut zwei Wochen eine "bittere Nachricht" gewesen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig, der Deutschen Presse-Agentur in München.

Rund um die Sonnenenergie habe sich aber eine vielfältige Branche mit guten Wachstumschancen entwickelt - von Maschinenbauern über Energiemanagement-Anbieter bis zu spezialisierten Handwerkern. "Es deutet sich ein recht robuster Aufschwung an", sagte Körnig.

Von Mittwoch (31. Mai) an bis Freitag kommt die Branche, die sich nach einem jahrelangen Niedergang durch den Preisverfall bei Solarmodulen zuletzt wieder zuversichtlich gezeigt hatte, zur Messe Intersolar in München zusammen. Im Fokus dürften dabei Energiespeicher stehen, mit denen der tagsüber erzeugte Solarstrom rund um die Uhr nutzbar gemacht werden kann. Angesichts fallender Preise könnten sich Haushalte und Investoren zunehmend für Speicher entscheiden.

Seit 2013 hätten sich die Preise für schlüsselfertige, gewerblich genutzte Speicher im Schnitt halbiert und die Speicher für den Einsatz in Privathäusern seien um 40 Prozent gesunken. Damit sei eine wichtige "Erfolgsvoraussetzung" erreicht, so Körnig. Auch der Elektro- und Elektronikbranchenverband ZVEI sieht wachsende Geschäftschancen durch Dienstleistungen rund um die Energiespeicher wie Montage und Wartung der Geräte sowie Vernetzung und Steuerung.

Zusätzlicher Schub von 2020 bis 2025

Rund 60.000 Energiespeicher sind in Deutschland verbaut, bei neuen Photovoltaik-Anlagen im Eigenheimsegment werde jede zweite schon gleich mit einem Speicher versehen, sagte Körnig. Mit zusätzlichem Schub rechnet er in den Jahren 2020 bis 2025, wenn die Förderung vieler der bestehenden rund 1,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen auf deutschen Hausdächern ausläuft. Denn dann lohne es sich für die Besitzer mehr, den erzeugten Strom selbst zu nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Für neue und in jüngerer Vergangenheit errichtete Solarstromanlagen rechne sich die Kombination mit einem Batteriespeicher oft bereits heute.

Hinzu kommt die geplante Förderung von "Mieterstrom", mit der der Bund erreichen will, dass mehr Vermieter solche Anlagen auf ihre Mietshäuser bauen und damit die Energiewende voranbringen. Auch von der Elektromobilität dürfte die Branche profitieren, denn der Strombedarf erhöhe sich damit weiter, sagte Körnig. Zudem zeichne sich ab, dass Deutschland das Ausbautempo bei erneuerbaren Energien deutlich steigern müsse, um seine Klimaziele zu erreichen.

APA/dpa
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Ägypten: Kraftwerksbau als Herausforderung

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Kairo/München, 29.05.2017

Die Siemens AG baut mit ägyptischen Konzernen, Orascom bzw. Elsewedy, in der Wüste bei Kairo, am Mittelmeer und am Nil die größten Kombi-Gas-Dampfkraftwerke weltweit. Sie sollen 14,4 GW leisten und Strom für 45 Mio. Menschen, die Hälfte der Bevölkerung Ägyptens liefern. Für Siemens - mit österreichischer Technik - ist es mit 8 Mrd. Euro der größte Auftrag bisher - mit etlichen Herausforderungen.

Ägypten hat rund 90 Millionen Einwohner, ein Wirtschaftswachstum von 4 bis 4,5 Prozent 2017/2018 und einen stetig steigenden Energiebedarf, zuletzt von rund vier Prozent pro Jahr. Deshalb tut Geschwindigkeit bei der Errichtung der drei Anlagen not: Begonnen wurde im Frühjahr 2016, alle geplanten 14,4 GW sollen im Mai 2018 am Netz sein.

Der Bau trifft auf etliche Herausforderungen: Zwar können die aus Europa und Asien gelieferten Teil und der Baustellenstahl in Alexandria und Port Said angeliefert und dann per Schwertransport weitertransportiert werden. Aber manches muss direkt auf die Baustelle, weshalb ein kleiner Fischerhafen bei Burullus östlich von Alexandria ausgebaut wurde. Zudem musste das im sumpfigen Gelände beim Burullus-See an der Küste befindliche Gelände erst mit Betonstelzen im Ausmaß dutzender Kilometer Gesamtlänge stabilisiert werden.

Schutz gegen Sand und Rost

Laut einem deutschen Ingenieur bringen die Standorte unterschiedliche Anforderungen: Am Mittelmeer müssen die Kraftwerke gegen Rost, in der Wüste gegen Sand geschützt werden. Auf der Baustelle "New Capital" südöstlich von Kairo schützen große Sandfilter die Generatoren. Der zurückgehaltene Sand wird mittels Förderschnecken wieder in die Wüste gebracht.

Die Generatoren - hergestellt in Berlin und Mülheim - sind auf zumindest 25 Jahre Lebensdauer ausgelegt, die 24 Transformatoren aus dem Siemens-Werk im oststeirischen Weiz auf 40 bis 50 Jahre.

Obwohl zwei Monate vor dem Zeitplan, stellt der beginnende islamische Fastenmonat Ramadan 27. Mai bis 24. Juni - spezielle Anforderungen an das Baustellen-Management. Auf jeder der drei Baustellen arbeiten im Schnitt 6.000 bis 8.000 Beschäftigte. Die Knochenarbeit auf den Baustellen in der Wüste bei Temperaturen über 30 Grad Celsius im Schatten verlangt nach ständiger Wasseraufnahme des Körpers, was für muslimische ägyptische Arbeiter aber nicht infrage kommt. Die Arbeit wird daher in die Nacht verlegt, wenngleich es zu Rückgängen in der Produktivität kommt. Als Überbrückung werden u.a. indische Arbeiter engagiert, was aber die auf Jobschaffung für die Bevölkerung bedachte ägyptische Regierung nicht hundertprozentig gern sieht.

Weltweiter Benchmark-Status

Bei den ägyptischen Unternehmen herrscht dennoch ziemlich viel Stolz über die kurze Errichtungsdauer ab den Vertragsunterzeichnungen Ende 2015. Man weiß, dass man damit weltweit Benchmark-Status hat. "Noch dazu, da drei große Kraftwerksbaustellen gleichzeitig im Gange sind", so Osama Beshay, CEO der Orascom Construction. "2015 war an allen drei Baustellen nichts als Wüste, das wird anders dank den Konsortien aus Siemens, Orascom und Elsewedy", sagte Emad Ghaly, Vorstand von Siemens Ägypten, das alleine rund 1.000 Menschen beschäftigt.

Ghaly zufolge sind die Kraftwerksprojekte dringend benötigte Jobmotoren, vor allem in strukturschwachen Gebieten wie im mittleren Niltal. "Der Standort Beni Suef wurde ausgewählt, um die Region zu entwickeln", sagte dazu Ahmed El Sewedy von Elsewedy Electric bei einem Baustellenbesuch. Einerseits profitiert die Bauwirtschaft und fast 800 lokale Zulieferer. Andererseits soll die Hochtechnologie soll auch für einheimische Techniker einen Qualifizierungsschub ermöglichen. Über eine von Ägypten betrieben Akademie werden Mechatroniker und Industrieautomations-Fachleute ausgebildet. Siemens schult 600 Ägypter in Deutschland als Techniker für den Betrieb der drei Kraftwerke. Diese sollen wiederum ihr Wissen dann weitergeben können. In Beni Suef entsteht auch ein Technik-Trainingszentrum. Das kombinierte Gas-Dampf-Kraftwerk von New Capital wiederum gilt - noch nicht fertig - mit seinen 63-Prozent-Wirkungsgrad schon jetzt als Referenzprojekt: "Wir hatten bereits mehrere Besuche und Anfragen, u.a. aus Saudi-Arabien. Die am meisten gestellte Frage ist, wie geht das in so kurzer Zeit bei diesen Kosten", so Orascom-CEO Beshay auf eine APA-Frage.

Orascom ist einer größten Baukonzerne im Nahen Osten und operiert in 23 Ländern. 2016 verzeichnete man einen Umsatz von 5,35 Mrd. US-Dollar (4,77 Mrd. Euro) und rund 72.000 Mitarbeiter, die Hälfte davon im Nilland selbst. Der Konzern ist am Bau von 40 Prozent der ägyptischen Kraftwerkskapazität beteiligt. Auch am Bau der U-Bahn von Kairo und am Bau des Grand Egyptian Museum, das in Gizeh entstehen soll.

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EU genehmigte Kauf von Areva-Reaktorsparte durch EDF

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Brüssel/Paris, 29.05.2017

Die EU-Kommission hat grünes Licht für den milliardenschweren Kauf der Reaktorsparte des angeschlagenen Atomkonzerns Areva durch den ebenfalls französischen Versorger EDF gegeben. Die geplante Übernahme werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Das seit langem geplante Geschäft hat ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro. EDF will zwischen 51 und 75 Prozent des Kapitals von New NP übernehmen, der Reaktorsparte von Areva. Der Atomkonzern schreibt seit Jahren rote Zahlen. Areva macht wie der gesamten Branche zu schaffen, dass seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 weniger Atomkraftwerke in Auftrag gegeben werden. Das Unternehmen will sich künftig auf die Uranförderung und das Geschäft mit atomaren Brennstoffen konzentrieren.

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Kunstschnee: Guter Klimaeffekt kompensiert Energieeinsatz

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Graz, 26.05.2017

Kunstschnee auf den Pisten ist die Antwort der Wintertouristiker auf zunehmend mildere Winter mit wenig Schnee. Naturschützer kritisieren den hohen Einsatz von Strom und Wasser. Experten des steirischen Joanneum Research (JR) haben nun für Tirol und die Steiermark eine Klimabilanz der technischen Beschneiung erstellt. Der abkühlende Effekt wiegt demnach die Emissionen der Kunstschneeerzeugung auf.

Schneemangel im Winter hat bereits viele Lift- und Seilbahnbetreiber veranlasst, auf künstliche Beschneiung zu setzen. "In der Gesellschaft wird das oftmals als problematisch angesehen", sagte der Grazer Volkswirt Franz Prettenthaler von der steirischen Joanneum Research zur APA. Forscher des von ihm geleiteten JR-Zentrums für Klima, Energie und Gesellschaft (LIFE) haben eine Energie- und Klimabilanz der beschneiten Pisten in Tirol und der Steiermark erstellt. Darin wurde der dazu notwendige Energieeinsatz und damit verbundene Treibhausgasemissionen, aber auch der sogenannte Albedo-Effekt berücksichtigt, betonte der Experte.

Albedo-Wert misst Rückstrahleigenschaften

"Der Albedo-Wert misst die Rückstrahleigenschaften einer Oberfläche. Ein höherer Albedo-Wert bedeutet für die Strahlungsbilanz der Erde einen geringeren Strahlungsantrieb und daher weniger Erwärmung", erklärte Prettenthaler. Den Effekt, dass unterschiedliche Oberflächen verschiedene Rückstrahlung haben, kennt jeder: Im Sommer ist u. a. dunkler Asphalt wesentlich heißer als graue Gehwegplatten, weil heller, glatter Belag mehr Strahlung reflektieren kann. Im alpinen Bereich ist es ähnlich, so Prettenthaler. Hier würden weiße Schneeflächen einen Großteil der Sonnenstrahlung reflektieren und sich nicht so stark erwärmen. Dunklere Flächen, wie z. B. apere Wiesen, nehmen allerdings mehr Sonnenstrahlung auf und erwärmen die Erdoberfläche und die Umgebung stärker. Dieser Aspekt sei bei bisherigen Berechnungen im Bezug auf die Kunstschneeproduktion außer Acht gelassen worden.

Die Forscher haben für 79 Skigebiete in Tirol und 32 in der Steiermark - und somit für eine gesamte Kunstschneefläche von rund 10.300 Hektar - berechnet, welchen "kühlenden" Effekt die Beschneiung haben kann. Das Ergebnis dieser Klimawirksamkeit haben sie mit den Emissionen die für den Strom zur Erzeugung der Kunstschneeflächen notwendig sind, gegengerechnet.

"Einer Gesamtemission für beide Bundesländer aus dem Stromverbrauch der Kunstschneeerzeugung von rund 102.000 Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr 2016 steht ein 'Albedo-bedingter Gegeneffekt' in der Höhe von 418.000 Tonnen CO2-Äquivalenten gegenüber", beschrieb Prettenthaler das Ergebnis. Damit kompensiere die Klimawirksamkeit der künstlichen Schneebedeckung die Effekte der Emissionen durch Stromeinsatz um das rund Vierfache.

Einsparung bei 316.000 Tonnen CO2-Äquivalenten

"Der positive klimatische Effekt der Oberflächen-Albedo-Änderung aufgrund beschneiter Pisten überwiegt den negativen Emissionseffekt der Kunstschneeerzeugung", brachte Prettenthaler das Resultat auf den Punkt. Die Einsparung an Treibhausgasemissionen für beide Bundesländer liege für das Jahr 2016 bei 316.000 Tonnen CO2-Äquivalenten. Das komme einer Einsparung der Treibhausgas-Emissionen gleich, die der Jahreskilometerleistung von 140.000 durchschnittlichen Pkw entspricht.

Der positive Klimaeffekt der Beschneiung war umso größer, je höher der Prozentsatz des durch erneuerbare Energieträger gedeckten Strombedarfes während der Schneeproduktion war. "Unter diesen Voraussetzungen ist die technische Schneeproduktion jedenfalls kostenneutral und kann - wenn auch im geringen Ausmaß - sogar als klimaschützende Anpassungsmaßnahme der Skilift- und Seilbahnbetreiber bezeichnet werden", folgerte die Forschergruppe. Hohe Stromimporte, wie auch höhere Emissionsraten der Stromerzeugung können jedoch das Nettoergebnis der Klimabilanz drücken.

Service: Eine Kurzfassung der Studie soll in Kürze auf der Homepage des Joanneum https://www.joanneum.at/life abrufbar sein.

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OPEC verlängerte Förderkürzung, Preise fallen

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Wien, 26.05.2017

Trotz des Festhaltens der OPEC und ihrer Verbündeten am Förderlimit ist der Ölpreis weiter gefallen. Die Preise haben am Freitag im frühen Handel an ihre Vortagesverluste angeknüpft und haben sich seither nur leicht erholt. Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und elf wichtige Förderstaaten außerhalb des Kartells hatten Donnerstag ihre Produktionskürzung bis März 2018 verlängert.

Die Öl-Multis konnten mit dem Deal die hohe Erwartungshaltung vieler Marktbeobachter allerdings nicht erfüllen. Sie hätten sich tiefere Einschnitte oder eine noch längere Drosselung zur Stabilisierung der Preise erhofft. Autofahrer und Ölheizer können sich über die Entwicklung freuen. Prognosen zufolge müssen sie auch in absehbarer Zeit nicht mehr Geld für das "schwarze Gold" ausgeben.

Die OPEC sowie Nicht-OPEC-Mitglieder wie Russland beschlossen in Wien, nach Auslaufen der Frist Ende Juni weitere neun Monate insgesamt 1,8 Millionen Barrel (159 Liter je Fass) weniger Rohöl täglich zu fördern. "Neun Monate sind das Optimum", begründete Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih die Verlängerung der Frist. Unter diesen Bedingungen sollten die Lagerbestände an Öl wieder auf den Fünf-Jahres-Schnitt sinken. Die Kürzung entspricht rund zwei Prozent der täglichen Weltproduktion und in etwa dem Überangebot.

Für Autofahrer dürfte sich damit vorerst wenig ändern. Die Märkte reagierten mit fallenden Preisen auf die Entscheidung. "Die Latte der Erwartungen lag letztlich so hoch, dass eine bloße Verlängerung des Status quo um neun Monate für Enttäuschung sorgte", analysierte die Commerzbank. So kostete ein Barrel der US-Sorte WTI Freitagfrüh 48,63 US-Dollar und somit 27 Cent weniger als am Vortag. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete mit 51,26 US-Dollar (45,7 Euro) um 20 Cent weniger. Im Laufe des Tages deutete sich eine Erholung der Preise an. Im Sommer 2014 lag der Preis mit 115 Dollar noch signifikant höher. Anfang 2016 fiel der Preis nach einer Ölschwemme unter die 30-Dollar-Marke. Zwischenzeitlich hat sich der Preis bei rund 50 Dollar eingependelt.

Saudi-Arabiens mächtiger Ölminister zeigte sich von kurzfristigen Entwicklungen wenig beeindruckt: "Ich mache mir nie Sorgen über die tägliche Marktreaktion", so Al-Falih. Der langfristige Trend, etwa das Sinken der Ölvorräte, zeige in die richtige Richtung.

Russland will Beziehung vertiefen

Auch Russland sieht das Bündnis mit den OPEC-Staaten als Erfolgsmodell, das vertieft werden sollte. Die Allianz starte in eine neue Ära der Kooperation, sagte Energieminister Alexander Nowak. "Um die volle Wirkung zu erzielen, brauchen wir noch einige Monate", meinte Nowak. Die Einigkeit zwischen den Ländern sei bemerkenswert. Kaum einer der Marktbeobachter habe erwartet, dass sich die 24 teilnehmenden Staaten so strikt an ihre eigenen Vorgaben halten würden, sagte der russische Energieminister.

Die Verlängerung des Förderlimits ist allerdings eine Gratwanderung zwischen dem Versuch der Preisstützung und dem Kampf um Marktanteile. Besonders OPEC-Staaten wie das von Unruhen und wirtschaftlichem Chaos geplagte Venezuela wären auf steigende Einnahmen aus dem klassischen Ölgeschäft angewiesen. Zugleich macht aber ein steigender Ölpreis die Erschließung von Schieferöl-Feldern in den USA attraktiv, wo der Rohstoff auch mit der moderneren Fracking-Methode gefördert wird. Ohnehin hat die US-Konkurrenz zuletzt an Boden gewonnen. Sollten die USA die Öl-Lücke der OPEC in den kommenden Monaten schließen, verpufft die erhoffte Wirkung des Kartells am Markt.

Während viele Minister die wieder zunehmende Schieferöl-Produktion nicht überbewerten wollten, sprach der Ölminister Venezuelas, Nelson Martínez, von einer "Bedrohung". US-Produzenten haben ihre Förderkosten gesenkt und sind wesentlich konkurrenzfähiger geworden. Saudi-Arabien kündigte jedenfalls an, künftig weniger Öl in die USA exportieren zu wollen.

APA/ag.
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OMV und Abu Dhabi-Ölgruppe loten engere Kooperation aus

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Wien, 26.05.2017

Die teilstaatliche OMV und die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) wollen enger Zusammenarbeiten. Dabei geht es insbesondere um den verbrauchernahen Bereich des Ölgeschäfts von den Raffinerien bis zur Verteilung von Ölprodukten (Downstream). Eine Absichtserklärung dazu wurde am Donnerstag anlässlich des Besuchs von Bundeskanzler Christian Kern in den VAE unterzeichnet.

Unterschrieben haben OMV-Chef Reiner Seele sowie Sultan Ahmed Al Jaber, Staatsminister der Vereinigten Arabischen Emirate und ADNOC Vorstandsvorsitzender. Al Jaber hofft laut Aussendung von OMV und ADNOC durch den Deal auf "Zugang zum Know-how und zur Erfahrung der OMV bei Raffinerieprozessen und der Petrochemie".

Seele will damit "die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausbauen". Die langfristige Partnerschaft mit ADNOC solle gestärkt werden.

Die OMV-Tochter Borealis (36 Prozent) hat bereits mit ADNOC das Joint Venture Borouge. Vor einem Jahr haben OMV und ADNOC ein Abkommen zur gemeinsamen Untersuchung bisher unerschlossener offshore Öl- und Gasfelder unterschrieben.

APA
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Russland für vertiefte Zusammenarbeit mit OPEC

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Wien/Moskau, 26.05.2017

Russland sieht die neue Allianz mit den OPEC-Staaten als Erfolgsmodell, das vertieft werden sollte. "Wir starten in eine neue Ära der Kooperation", sagte Energieminister Alexander Nowak. In einer gemeinsamen Sitzung wollten die OPEC-Staaten und elf Nicht-OPEC-Länder am Nachmittag ihre Förderstrategie für die nächsten Monate festlegen.

Alle Anzeichen deuteten dabei auf eine Verlängerung des seit Jänner geltenden Förderlimits bis zum März 2018 hin. Den gemeinsamen Beschluss zur Produktionskürzung bezeichnete Nowak erneut als "historischen Moment", der die Instabilität im Ölmarkt wirksam bekämpft habe. Kaum einer der Marktbeobachter habe erwartet, dass sich die 24 teilnehmenden Staaten so strikt an ihre eigenen Vorgaben halten würden, sagte der russische Energieminister.

Neues OPEC-Mitglied

Der Kreis der afrikanischen Staaten bei der OPEC wächst. Äquatorialguinea wurde beim OPEC-Treffen am Donnerstag in Wien als 14. Mitglied in das Ölkartell aufgenommen. Das arme zentralafrikanische Land mit nur 850.000 Einwohnern ist mit rund 300.000 Fass (Barrel) Öl pro Tag das zweitkleinste Förderland in der OPEC.

Dort regiert mit dem 74-jährigen Teodoro Obiang Nguema Mbasogo der dienstälteste Staatschef Afrikas. Er führt Äquatorialguinea seit 1979 mit eiserner Hand. Das kleine Land am Golf von Guinea ist reich an Öl und Erdgas. Laut Menschenrechtlern wird mit den Einnahmen aber vor allem der luxuriöse Lebensstil einer kleinen Elite um den Präsidenten finanziert.

Äquatorialguinea ist neben Algerien, Gabun, Angola, Libyen und Nigeria das sechste Land des Kontinents in der Organisation.

APA/dpa
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Ökostrom-Belastung deutscher Haushalte soll ab 2022 sinken

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Düsseldorf, 26.05.2017

Die Kosten der Energiewende in Deutschland könnten rascher und stärker sinken als bisher angenommen. Das Institut Agora Energiewende, das die deutsche Regierung berät, rechne mit einem Sinken der Zusatzbelastung für Ökostrom ab 2022 - ein Jahr früher als bisher erwartet, berichtet die "Wirtschaftswoche". Ab 2020 soll die Umlage zur Förderung von Ökoenergieanlagen demnach nicht mehr steigen.

Im Jahr 2035 werde die sogenannte EEG-Umlage, mit der deutsche Stromkunden für die Förderung erneuerbarer Energieträger aufkommen, laut Agora-Berechnung bei voraussichtlich 2,66 Cent pro Kilowattstunde liegen, berichtete das Wochenmagazin weiter. Dies wären demnach 3,3 Cent weniger als bisher prognostiziert. Verbraucher würden so den Angaben zufolge im Jahr 2035 um rund 10,5 Mrd. Euro gegenüber ursprünglichen Prognosen entlastet. Derzeit liegt die Umlage bei 6,88 Cent.

Bis 2020 erwartet Agora laut dem Bericht allerdings noch einen Anstieg auf 7,9 Cent pro Kilowattstunde. Die Kosten sinken demnach langfristig, weil bei der Genehmigung neuer Ökostromanlagen nun die Betreiber mit dem niedrigsten Förderbedarf den Zuschlag erhalten. "Wir sehen, dass die Auktionen wirken, aber nicht kurzfristig", sagte Agora-Chef Patrick Graichen der "Wirtschaftswoche".

APA/AFP
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Fast 10 Mio. Beschäftigte im Erneuerbaren-Geschäft weltweit

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Abu Dhabi, 26.05.2017

Im Bereich Erneuerbare Energien haben im vergangenen Jahr weltweit rund 9,8 Millionen Menschen gearbeitet und damit 2,8 Millionen mehr als im Jahr 2012. Wie die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (Irena) in ihrem Jahresbericht mitteilte, sorgten sinkende Kosten sowie Förderprogramme durch die Politik für mehr "Investitionen und Beschäftigung".

Im Solar- und Windsektor habe sich die Zahl der Beschäftigten in dem Zeitraum sogar "mehr als verdoppelt", teilte das in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Institut mit. Irena zufolge waren 2012 knapp 7 Millionen Menschen weltweit im Bereich Erneuerbare Energien beschäftigt.

China, Brasilien, die USA, Indien, Japan und Deutschland gehören dem Bericht zufolge zu den Ländern, die die meisten Jobs in dem Bereich bereitstellen.

Irena geht davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten in dem Sektor bis 2030 bei weltweit 24 Millionen Menschen liegen wird.

APA/ag
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Grüne warnen eindringlich vor Staatsziel Wirtschaftsstandort

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Wien, 26.05.2017

Die Grünen stellen sich vehement gegen die von SPÖ und ÖVP geplante Staatszielbestimmung zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Dies wäre eine Kehrtwende zurück ins fossile Zeitalter, warnte Umweltsprecherin Christiane Brunner am Freitag in einer Pressekonferenz. Die bereits verankerten Ziele Umweltschutz und der Nachhaltigkeit würden dadurch neutralisiert.

"Mit diesem Staatsziel werden Weichen völlig falsch gestellt", kritisierte Brunner. "Mit uns Grünen wird es ganz sicher keine Verfassungsbestimmungen, die zum Abbau von Klimaschutz, Umweltschutz und Bürgerrechten führen, geben."

Von Regierungsseite werde suggeriert, dass Klimaschutz und die Schaffung von Arbeitsplätzen einen Widerspruch darstellten. Es sei dies ein Argument aus den 1970-er Jahren, in denen die Bundesregierung mit ihrem nunmehrigen Schnellschuss offensichtlich hängengeblieben sei. Ähnlich negativ sieht sie die - zuletzt zurückgezogene - Gewerbeordnungsnovelle.

In Wirklichkeit handle es sich bei dem Staatsziel-Vorstoß wohl um eine "Lex Dritte Piste" angesichts des vom Bundesverwaltungsgericht (BVwG) aus Klimaschutzerwägungen abgelehnten Bauprojekts am Flughafen Wien-Schwechat. Dabei, so Brunner, hätten die Höchstgerichte ihre Entscheidung noch gar nicht getroffen, und eine neue Verfassungsbestimmung hätte hier gar keinen Einfluss: "Während dieser Abwägung jetzt voreilig Schlüsse zu ziehen, halte ich aus rechtsstaatlicher Sicht für höchst eigenartig und bedenklich."

Versprechungen von Regierungsseite zur Förderung umweltfreundlicher Technologien traut die Grüne nicht. Es gebe keinerlei Impulse Richtung Klimaschutz und Energiewende, dabei liege gerade hier angesichts des Pariser Abkommens - Stichwort Treibhausgasausstoß netto null bis 2050 - eine große Wachstumschance für die Wirtschaft.

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EVN durch Winterkälte und NEK-Effekt begünstigt

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Wien/Maria Enzersdorf, 24.05.2017

Der niederösterreichische Energieversorger EVN hat im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 (Oktober bis März) vom kalten Winter und einem Einmaleffekt in Bulgarien profitiert. Höhere Strom- und Gasabsätze sowie ein verstärkter Einsatz kalorischer Kraftwerke ließen den Umsatz um 9,4 Prozent auf 1,310 Mrd. Euro klettern, wobei das operative Ergebnis (EBIT) um 10 Prozent auf 319,6 Mio. Euro zulegte.

Das Konzernergebnis stieg im Jahresabstand um 23,1 Prozent auf 233,8 (189,9) Mio. Euro. Dabei resultierten rund 38 Mio. Euro davon aus einem außergerichtlichen Vergleich um Ökostromkosten mit der staatlichen bulgarischen Stromgesellschaft NEK im heurigen Februar. Dieser Positiveffekt soll in diesem Ausmaß auch das Konzernergebnis im Gesamtjahr 2016/17 über jenes des Vorjahres anwachsen lassen, erklärte das börsennotierte Unternehmen im Ausblick.

Im Halbjahr 2016/17 verzeichnete die EVN in ihren Märkten merklich kühlere Temperaturen, in Österreich lag die Heizgradsumme deutlich über dem Mehrjahresdurchschnitt. Für das Umsatzplus waren der Anstieg der Abrufe der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung in Österreich und dem süddeutschen Raum, temperaturbedingt höhere Strom- und Gasnetzabsätze in NÖ sowie eine ebenfalls temperaturbedingte Umsatzsteigerung in Südosteuropa maßgeblich. Weitere positive Impulse seien von Erneuerbaren sowie dem internationalen Umweltprojektgeschäft ausgegangen.

Deutlich mehr Strom erzeugt

Die EVN erhöhte im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 (Oktober bis März) seine Stromerzeugung im Jahresabstand um 22,5 Prozent auf 4.119 GWh, davon aus erneuerbarer Energie um 6,7 Prozent auf 1.031 GWh. Der Stromverkauf an Endkunden wuchs dagegen mit 1,8 Prozent auf 10.425 GWh kaum.

Beim Gasverkauf an Endkunden wurde ein kräftiges Plus von 11,5 Prozent auf 4.622 GWh erzielt, ebenso beim Wärmeverkauf an Endkunden, der um 12,7 Prozent auf 1.615 GWh zulegte. Aus dem um 9,4 Prozent auf 1,310 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz erzielte die EVN ein operatives EBITDA von 481,1 Mio. Euro, um 13,9 Prozent mehr. Die EBITDA-Marge verbesserte sich leicht auf 36,7 (35,3) Prozent, die EBIT-Marge blieb mit 24,4 (24,3) Prozent gleich.

Der Aufwand für Fremdstrom und Energieträger stieg im Berichtszeitraum um 16 Mio. oder 2,8 Prozent auf 597,2 Mio. Euro. Auch die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand wuchsen, und zwar um 56,5 Mio. oder 60,7 Prozent auf 167,9 Mio. Euro, wie die EVN im Vorfeld ihres Halbjahrespressegesprächs erklärte. Positiv auf das EBITDA habe der gestiegene Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen operativen Unternehmen; so schrieb etwa die EVN-Tochter Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) voriges Jahr höhere Gewinne.

Verschuldungsquote verringert

Unverändert waren die planmäßigen Abschreibungen - die Effekte von 30,1 Mio. Euro betrafen vor allem eine schon im Erstquartal vorgenommene Wertminderung auf das bulgarische Wasserkraftwerksprojekt Gorna Arda. Das Finanzergebnis verbesserte sich durch positive Einmaleffekte im laufenden Jahr bzw. den Entfall des vorjährigen negativen WEEV-Ergebnisbeitrags um 14,2 Mio. bzw. 35,9 Prozent auf -25,4 Mio. Euro; in der WEEV hält die EVN ihre Verbund-Aktien. Die Eigenkapitalquote der EVN stieg von Ende September bis Ende März auf 45,6 (42,3) Prozent. Die Nettoverschuldung sank zugleich um 217,3 Mio. auf 904,1 Mio. Euro; dementsprechend reduzierte sich die Verschuldungsquote (Gearing) auf 30,3 (40,5) Prozent.

Zuletzt war die Bonitätseinstufung für die EVN von Moody's im April von A3 auf A2 mit stabilem Ausblick erhöht worden, ebenso verbesserte Standard & Poor's (S&P) das Rating von BBB+ auf A- (Ausblick stabil).

Der Mitarbeiterstand blieb im ersten Geschäftshalbjahr mit im Schnitt 6.845 (6.837) praktisch unverändert.

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Intelligente Stromzähler schalten die Kühltruhe ab

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Salzburg/Linz, 24.05.2017

   Netzbetreiber können zum Ausgleich von Schwankungen Geräte vorübergehend abschalten. Kunden sparen dabei.

   GERALD STOIBER SALZBURG, LINZ. Die Veränderungen in der Strombranche, die sich durch intelligente Zähler (Smart Meter) ergeben, gewinnen allmählich an Konturen. Die Netzbetreiber erwarten sich viel davon, denn durch mehr kleine private Photovoltaikanlagen und zunehmende Stromerzeugung aus Wind kommt es im Stromnetz zu stärkeren Schwankungen – und die müssen ausgeglichen werden. Dazu sollen Kunden künftig Anreize erhalten, ihren Stromverbrauch zu steuern, damit das Netz zu entlasten und etwas Geld zu sparen. Der Verbraucher gestaltet also den Strommarkt mit.

   Führend bei Smart Meter in Österreich ist die Energie AG in Oberösterreich. Dort haben bereits 55 Prozent der Haushalte intelligente Stromzähler, rund 350.000 Geräte sind installiert. Österreichweit schätzt die E-Control die Zahl auf 600.000, rund 2,5 Millionen fehlen noch. Bis 2020 hat sich Österreich vorgenommen, eine Abdeckung von 95 Prozent zu erreichen.

   Michael Frostel, Sprecher des landeseigenen Versorgers: „Wenn ich volatile erneuerbare Stromquellen haben will, muss ich das eben managen.“ Es gebe in unseren Breiten rund 1000 Stunden Sonne im Jahr, etwa doppelt so lang wehe ausreichend Wind, „aber 8760 Stunden im Jahr brauchen wir Energie“. Der Datenübertragung durch Smart Meter muss man nicht zustimmen. In dem Fall wird trotzdem ein Smart Meter installiert, er überträgt dann halt nur (praktisch wie das Ablesen bisher) ein Mal jährlich die Verbrauchsdaten und nicht jede Viertelstunde, wie Andreas Eigenbauer, Vorstand der E-Control, erklärt. Die Opt-out-Rate bei der Energie AG beträgt laut Frostel 0,8 Prozent.

   Seit eineinhalb Jahren hat die Energie AG den Tarif Smart Time, den laut Frostel rund 20.000 Kunden nutzen. Dabei kann der Kunde Zeiten wählen, in denen er für den Strom deutlich weniger zahlt. Zum Beispiel kostet der Strom bei der Variante „day & night“ von 19 Uhr bis 7 Uhr 3,95 Cent netto pro Kilowattstunde, tagsüber sind es 6,95 c/kWh. Der Nachtstrom kommt um 43 Prozent günstiger. Beim Modell „weekend“ ist der Strom von Freitag um 14 Uhr bis Sonntag um Mitternacht günstiger – um 48 Prozent.

   Künftig werde es auch Produkte beziehungsweise Tarifmodelle geben, bei denen bestimmte Kombinationen ausgeschlossen werden können, etwa das gleichzeitige Einschalten von Sauna und E-Herd, und mit Zustimmung des Kunden könnten auch bestimmte Geräte wie eine Tiefkühltruhe oder eine Wärmepumpe nachts kurzzeitig vom Netz genommen werden.

   Eigenbauer betont, sogenannte unterbrechbare Tarife kämen fix, teilweise gebe es sie schon. In der Industrie werde das vielfach schon genutzt. So würden Kompressoren für Druckluft oder Anlagen zur Kühlung zeitweise abgeschaltet, ohne dass die Produktionsabläufe beeinträchtigt würden.

"Salzburger Nachrichten" Nr. 120 vom 24.05.2017, Seite: 15, Ressort: Wirtschaft
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oekostrom AG wächst weiter, mehr Dividende für Aktionäre

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Wien, 24.05.2017

Der Ökoenergie-Anbieter oekostrom AG wächst weiter und hat 2016 trotz des schlechten Windjahres Rekorde bei Umsatz und Gewinn erzielt. Die Aktionäre erhalten mehr Dividende. Heuer will man verstärkt Gaskunden gewinnen und sich damit in Richtung Vollversorger positionieren. Investiert wird vor allem in Windkraft. Erfolgreich verlaufen ist heuer eine Kapitalerhöhung über Crowdinvesting.

Die oekostrom AG zahlt seit zwei Jahren Dividenden. Für 2016 schlägt der Vorstand eine höhere Dividende von 2,75 Euro je Aktie vor, nach 2,00 Euro. "Wir wollen mittelfristig auf 4 Euro je Aktie kommen. Wenn sich die Zahlen weiterhin so gut entwickeln, sind wir guten Mutes, dass wir das schaffen", sagte oekostrom-AG-Finanzvorstand Lukas Stühlinger zur APA.

Die Kundenzahl hat sich im Vorjahr um 10.000 auf 56.000 erhöht, die verkaufte Strommenge um 37 Prozent, so Vertriebsvorstand Rene Huber. Die oekostrom AG setzt vermehrt auf Wärme aus erneuerbaren Energiequellen und verkauft seit November vergangenen Jahres auch Gas. Aktuell habe man 500 Wärmekunden, bis Jahresende sollen es 1.200 werden, so Huber. Das Erdgas stamme zu 100 Prozent aus Österreich. Beigemischt sei bei jedem Produkt Biogas, seit heuer habe man auch eines mit 100 Prozent Biogas im Programm. Erzeugt werde das Biogas in zwei Anlagen in Salzburg aus Wiesenschnitt und Abfallverwertung. Den Grundpreis in Höhe von 18 Euro verwendet die oekostrom AG für Maßnahmen zur Förderung der Windgastechnologie. Die Wärmeversorgung sei der größte Wachstumsmarkt, so Huber.

Heuer wolle man den Fokus auf Kundenbindung legen. Geplant sei etwa eine Kundenvorteilswelt, so Huber. Der Wettbewerb habe sich intensiviert. Wachsen will die oekostrom AG auch über Kooperationen. Die Kundenzahl soll bis 2019 auf 75.000 steigen. Die oekostrom AG sei bereits jetzt der größte unabhängige Energieversorger Österreichs, betonten die beiden Vorstände.

Die Kapitalerhöhung um 1 Mio. Euro wurde in Kooperation mit der Crowdinvesting-Plattform Conda durchgeführt und war innerhalb von 48 Stunden ausverkauft. 40 Prozent seien bei dieser "Bürgerbeteiligung 2.0" von bestehenden Aktionären gekauft worden, so Stühlinger. Es sei das erste Mal im deutschsprachigen Raum gewesen, dass Crowdinvesting für Aktien genutzt wurde. Aktuell habe die oekostrom AG knapp 1.900 Aktionäre. Der größte Anteilseigner, die WEB Windenergie, besitzt etwas über 5 Prozent. Heuer eingestiegen ist mit rund 3 Prozent die Familienstiftung der oberösterreichischen Umwelttechnikfirma Scheuch. Rund 845 Aktionäre hatten Ende vergangenen Jahres 11 bis 50 Aktien, rund 600 Aktionäre maximal 10 Aktien. Eine Aktie kostet aktuell rund 100 Euro.

Pilotanlage für Photovoltaik im Mehrfamilienhaus

Investieren will die oekostrom AG in den Windkraftausbau in Österreich, Deutschland und in anderen Nachbarländern wie etwa der Slowakei und auch in Photovoltaik. Vorgesehen und bereits genehmigt ist beispielsweise das Repowering des Windparks im burgenländischen Parndorf um rund 40 Mio. Euro. Dabei soll dann mit 7 statt bisher 13 Anlagen die Strommenge um das Zweieinhalbfache gesteigert werden. Die Realisierung hänge aber von der "kleinen" Ökostromgesetz-Novelle ab, so Stühlinger. Vorgesehen ist auch eine Pilotanlage für Photovoltaik im Mehrfamilienhaus. Die Voraussetzungen für Sonnenstrom-Anlagen im Mehrfamilienhäusern sollen ebenfalls in der geplanten kleinen Ökostromgesetz-Novelle geschaffen werden.

Im abgelaufene Geschäftsjahr hat die oekostrom AG beim Umsatz erstmals die 50-Mio.-Euro-Grenze überschritten. Der Umsatz stieg von 44,17 Mio. Euro auf 50,04 Mio. Euro. Mit einem Konzerngewinn (ohne Fremdanteile) von 562.000 Euro (plus 186.000 Euro) wurde der bisher beste Wert der Unternehmensgeschichte erzielt.

Das Windjahr 2016 sei wie bei anderen Unternehmen auch schlecht gewesen, die oekostrom AG sei um 10 Prozent unter Plan gelegen, so Stühlinger. Die Stromerzeugung verringerte sich auf 60 Gigawattstunden (GWh), nach 65 GWh im Jahr 2015. Die Eigenkapitalrendite lag bei rund 5,6 Prozent, Langfrist-Ziel sind 6 bis 8 Prozent (nach Steuern und Fremdanteil). Beschäftigt waren in der oekostrom AG stabil 38 Mitarbeiter.

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Shell-Aktionäre lehnen verbindliche Klimaschutzziele ab

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London, 24.05.2017

Umweltaktivisten sind am Widerstand der Shell-Aktionäre mit dem Vorhaben gescheitert, dem Öl- und Gaskonzern verbindliche Klimaschutzziele zu setzen. Den Antrag der Gruppe "Follow This" lehnten auf der Hauptversammlung rund 94 Prozent der Anteilseigner ab, die ihre Stimme abgaben. Etwa fünf Prozent enthielten sich.

Die Resolution sei unzumutbar, sagte Konzernchef Ben van Beurden. Shell erklärte, bindende Emissionsziele würden dem Unternehmen "die Hände fesseln" und es schwächen, weil es die Produktion und Umsätze senken müsste.

"Follow This" wollte erreichen, dass Shell jährlich Ziele zur Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase festsetzt und diese auch veröffentlicht. Van Beurden versprach, mit den Investoren sich weiter dafür einzusetzen, wie der Konzern seine Pläne zur Bekämpfung des Klimawandels transparenter machen könne. Seine Rede vor den Aktionären begann mit einer 30-minütigen Präsentation der Shell-Initiativen, die zur Senkung von Kohlenstoff-Emissionen beitragen sollen.

Auf der Hauptversammlung wurde auch über eine Erhöhung der Vergütung Van Beurdens um 60 Prozent entschieden. 93 Prozent der Aktionäre stimmten dafür.

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Energie aus Abfall: Energy Globe für Salzburger Firma

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Linz/Wien, 24.05.2017

Der Salzburger Zellulosehersteller Schweighofer Fiber, der organische Abfälle in Energie für 10.000 Haushalte umwandelt, ist in Linz mit dem Umweltpreis Energy Globe Austria ausgezeichnet worden. Unter den Spartensiegern sind mehrere E-Mobilitätsprojekte, die ökologische Wasserkraftnutzung an der Traisen sowie die laut Jury "energieeffizienteste Snowboard-Produktionsanlage der Welt".

Gesamtsieger Schweighofer Fiber produziert in Hallein Zellulose aus Fichtenholz. Die dabei anfallenden organischen Reststoffe werden durch einen speziellen Fermentationsprozess in Biogas verwandelt. Aus diesem gewinnt ein Blockheizkraftwerk Ökostrom und Fernwärme für ca. 10.000 Haushalte.

In den Kategorien Erde, Luft sowie Jugend wurden E-Mobilitätsinitiativen ausgezeichnet: Das steirische Forschungsprojekt "RE2BA" der Saubermacher Dienstleistungs AG (Erde) sucht nach Recyclingmöglichkeiten bei Batteriesystemen, um den Betrieb von E-Fahrzeugen billiger zu machen. Den Energy Globe Austria in der Sparte Luft erhielt die Österreichische Post, die in Wien pro Jahr 1.000 Tonnen CO2 einspart, seitdem sie auf elektrische Fahrzeuge setzt - 575 E-Bikes, 318 E-Mopeds sowie 420 Elektroautos sind in ihrem Dienst unterwegs. Der Jugendpreis ging an das HTL-Racing Team aus Salzburg, dessen Elektrofahrzeug "Scorpion" mittlerweile eine Reichweite von 100 Kilometer pro kWh erreicht.

Die Kärntner Firma CAPITA MFG GmbH holte sich mit ihrem neuen Snowboard-Werk den Award in der Kategorie Feuer: Es spart gegenüber früher 65 Prozent an Energie ein, der Rest kommt aus erneuerbaren Quellen. In der Sparte Wasser fiel die Wahl der Jury auf die "ARGE Kraftwerke Unteres Traisental" in Niederösterreich. Hier haben 54 Kraftwerksbetreiber wesentliche Effizienzsteigerungen umgesetzt und gemeinsam die ökologische Situation am Fluss stark verbessert. Ein weiterer Preis wurde in der Kategorie "Sustainable Plastics" vergeben: Im Rahmen des ausgezeichneten Projektes "K-CSI" wurde in Workshops an Schulen und im Kindergarten der Lebenszyklus von Plastik praxisnah vermittelt. 550 Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen nahmen teil.

Nach dem österreichischen Energy Globe folgen in den kommenden Wochen nationale Verleihungen in insgesamt 178 Ländern, womit der Umweltpreis laut Veranstaltern der weltweit bedeutendste ist. Die Verleihung der World Awards findet am 15. Jänner im Milad Tower in Teheran statt.

Service: www.energyglobe.at

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SBO - Umsatz und Aufträge ziehen kräftig an

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Wien/Ternitz, 24.05.2017

Für den niederösterreichischen Ölfeldausrüster SBO hat 2017 nach zwei Verlustjahren gut begonnen: Umsatz und Auftragseingänge haben kräftig zugelegt, der Verlust konnte deutlich eingedämmt werden. "Der Abschwung am Ölmarkt scheint nun endlich zu Ende zu sein", meint Vorstandschef Gerald Grohmann. Ob sich heuer bereits die Rückkehr in die Gewinnzone ausgehen wird, "ist noch verfrüht zu sagen".

Der Umsatz von Schoeller-Bleckmann stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 28,5 Prozent auf 60,1 Mio. Euro, der Auftragseingang legte um 72 Prozent auf 69,9 Mio. Euro zu. "Nach zwei heftigen Krisenjahren dreht die Branche nun langsam in die richtige Richtung", sagte Grohmann am Mittwoch zur APA. "In Nordamerika ist 50 Dollar offensichtlich schon ein Ölpreis, wo die Aktivität wieder anspringt, und zwar deswegen, weil die Nordamerikaner es in diesen zwei Jahren der Krise verstanden haben, durch Effizienzsteigerungen und neue Technologien - wo auch wir einen Beitrag geleistet haben - den Break-Even-Level runterzudrücken."

Die Nachfrage im Mittleren Osten und Russland sei weiterhin stark, "aber das war ja durch die ganze Krise der letzten zwei Jahre so gegeben, dass dort auf hohem Niveau weiter gefördert wurde". International werde man wohl einen Ölpreis von 55 bis 60 Dollar benötigen, um die Nachfrage der Ölförderer wieder ansteigen zu lassen. Heute notierte die Nordseesorte Brent in der Früh bei 54,16 US-Dollar, ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete 51,46 US-Dollar.

OPEC-Treffen am Donnerstag

Einiges hängt vom OPEC-Treffen am Donnerstag in Wien ab, wo die erdölexportierenden Länder die im November beschlossene Drosselung der Ölförderung wohl verlängern oder sogar noch kürzen dürften. "Ich glaube, wenn es zu dieser Förderdrosselung kommt, wird sich der Ölpreis etwas über 50 Dollar stabilisieren, das haben wir in der Vergangenheit schon gesehen", sagte Grohmann. Für heuer erwarte die Internationale Energieagentur (IEA) eine Nachfragesteigerung von 1,3 Mio. Barrel pro Tag. "Das ist guter Durchschnitt, und dann sollten auch die Läger, die doch noch relativ voll sind, langsam abgebaut werden. All das zusammen sollte zu einer Stabilisierung der Ölmärkte führen."

In den vergangenen zwei Jahren hatte Schoeller-Bleckmann seine Belegschaft drastisch reduziert - 40 Prozent machte der Einschnitt insgesamt aus, in Österreich gingen seit Ende 2014 rund 30 Prozent der Jobs verloren. Dieser Trend ist vorerst gestoppt, der Mitarbeiterstand hat sich zuletzt von 1.200 auf 1.236 leicht erhöht. "Speziell in Nordamerika beginnen wir punktuell wieder Leute aufzunehmen", sagte der SBO-Chef. Für spürbare Personalaufstockungen sei es aber noch zu früh. "In jenen Bereichen, die sehr stark dem internationalen Geschäft verhaftet sind, kommen wir mit der aktuellen Mannschaft durch."

Kurzarbeit am Standort Ternitz

Am Standort Ternitz in Niederösterreich wird nach wie vor kurzgearbeitet. "Die Kurzarbeit läuft jetzt einmal bis Ende Juli, da haben wir noch etwas Zeit uns zu überlegen, ob wir sie verlängern oder nicht. Das werden die nächsten Wochen entscheiden." Die in guten Jahren gefüllten Überstundentöpfe seien inzwischen leer, "nachdem die vergangene Krise länger gedauert hat als alle davor". Das flexible Arbeitszeitmodell bei SBO "hilft uns, ein Krisenjahr gut zu überstehen, ohne dass wir Schlüsselpersonal kündigen müssen. Diesmal hat die Krise zwei Jahre gedauert."

Nach möglichen Zukäufen sieht sich Grohmann laufend um. "Unser Cashbestand ist weiterhin sehr hoch, wir hatten zum Quartalsende fast 190 Millionen Euro." Die Nettoverschuldung betrug 54,9 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote 52,6 Prozent. Akquisitionen wären also möglich, aktuell habe man aber nichts am Radar, sagte Grohmann.

An den operativen Ergebniszahlen für das erste Quartal war die Erholung schon abzulesen: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) drehte von -4,8 Mio. auf 7,2 Mio. Euro ins Plus. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich von -16,9 Mio. im ersten Quartal 2016 auf -5,8 Mio. Euro im ersten Quartal 2017, das Ergebnis vor Steuern von -20,2 Mio. auf -6,3 Mio. Euro. Unterm Strich stand aber immer noch ein Minus: Das Ergebnis nach Steuern betrug -4,9 Mio. Euro, nach -15,0 Mio. Euro im Startquartal 2016.

Die Anleger haben vor allem die hohen Auftragseingänge wohlwollend zur Kenntnis genommen, der Kurs der SBO-Aktie zog bis 9.30 Uhr um 4,94 Prozent auf 68,20 Euro an.

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Vertrag von OMV-Chef Seele um zwei Jahre verlängert

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Wien, 24.05.2017

Der OMV-Aufsichtsrat hat die Verträge von Vorstandschef Rainer Seele und E&P-Vorstand Johann Pleininger wie vorgesehen um zwei Jahre verlängert. Seeles Vertrag läuft nun bis 30. Juni 2020, jener von Pleininger bis 31. August 2020. Darüber hinaus sei Pleininger per 1. Juli 2017 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt worden, teilte die OMV mit.

Rainer Seele (56) ist seit 1. Juli 2015 Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der OMV. Die Verlängerungsoption war im ursprünglichen Vertrag vorgesehen, ebenso bei Johann Pleininger (55), der seit 1. September 2015 für den Bereich Upstream (Exploration & Produktion) verantwortlich ist.

"Die positive Entwicklung der OMV ist das Ergebnis der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens durch den Vorstand", erklärte OMV-Aufsichtsratspräsident Peter Löscher laut Aussendung. "Der Aufsichtsrat freut sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Vorstandsvorsitzenden Rainer Seele und den weiteren Mitgliedern des OMV Vorstands."

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Solarstrom stellt Prognosen in den Schatten

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Wien, 24.05.2017

Größte Preisdegression aller erneuerbaren Energien – Branche fordert neuen Rahmen

   Wien – So teuer wie Solarstrom war bis vor wenigen Jahren kaum eine andere Form der Energiegewinnung. Das hat sich dramatisch geändert. Die Preise von PV-Modulen sind zwischen 2008 und 2015 um 68 Prozent gefallen. „Es gibt keinen Bereich mit einer vergleichbar starken Preisdegression,“ sagte Hans Kronberger, Präsident des Interessenverbands Photovoltaic Austria, dem STANDARD.

   Er gehe davon aus, dass Strom in Zukunft ausschließlich aus sauberen Quellen bezogen wird. Das habe nicht nur ökologische Gründe: Je höher der Anteil von erneuerbaren Energien im Strommix, desto weniger fällt von dem klimaschädigenden Kohlendioxid (CO2) an. Dafür sprächen vor allem ökonomische Gründe. Kronberger: „Auf Dauer gesehen ist Photovoltaik am günstigsten. Die Sonne scheint gratis, der Preisverfall bei den Modulen ist rascher und stärker gewesen, als selbst ich gedacht habe, und es wird noch billiger.“

   Dennoch seien Änderungen nötig, um den Erfolg nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Erste Schritte könnten mit der kleinen Novelle zum Ökostromgesetz gemacht werden, die nun aber Opfer der Regierungskrise zu werden droht. Während die Windbranche auf zusätzliche Mittel zum Abbau der Warteschlange von bereits genehmigten, aber ohne Vertrag dastehenden Projekten drängt und Biogasbauern auf Anschlussfinanzierungen oder Ausstiegshilfen hoffen, schreit die Solarbranche nicht nach mehr Geld.

   „Wir wollen nur, dass die Bestimmungen, die mit der Novelle 2012 in Kraft getreten sind, angepasst werden,“ sagte Kronberger.

   Derzeit orientiert sich die Photovoltaik-Förderung an der installierten Leistung und daran, was ins Netz eingespeist wird; der zunehmend stärkere Eigenverbrauch bleibt unberücksichtigt. Statt der vorgesehenen acht Millionen Euro kämen deshalb nur sechs Millionen zur Auszahlung; aufsummiert auf 13 Jahre Förderung seien es 26 Millionen Euro, die der Branche verlorengingen.

   Das ließe sich laut Kronberger „mit einem Federstrich“ beheben. Gleichzeitig könnte man Personen in Mehrparteienhäusern die Möglichkeit geben, Strom aus hauseigenen Erzeugungsanlagen zu nutzen. Längerfristig sei eine einmalige Anschubfinanzierung in Form einer Investitionsprämie sinnvoller als die derzeitige Tarifförderung, meint Kronberger.

   In Österreichs Photovoltaikbranche sind rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt, darunter etwa 200 bei den drei Herstellern von Solarmodulen – Kiotosolar in St. Veit / Glan, PVT aus Neudorf im Weinviertel, die inzwischen zusammengehören, und Energetica in Klagenfurt.

Günther Strobl

"Der Standard" vom 24.05.2017, Seite: 15, Ressort: Wirtschaft
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Innovativer Fischaufstieg spart Wasser für Energiegewinnung

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Wöllersdorf/Kirchdorf, 24.05.2017

Ein Forschungsprojekt der Universität für Bodenkultur und des Beton-Fertigteilherstellers MABA ermöglicht Fischen und anderen Wasserlebewesen künftig einen fast barrierefreien Aufstieg bei Wehranlagen. Gleichzeitig zweigen die neuen Bauten deutlich weniger Wasser ab - das sonst bei der Energiegewinnung fehlen würde - als herkömmliche Fischtreppen, wie das Unternehmen informierte.

Laut einer EU-Richtlinie müssen bei Wehren oder Hochwasserschutzbauten sogenannte Wanderanlagen für Fische und andere Wasserbewohner errichtet werden, da die Tiere die Staustufe sonst nicht passieren könnten. Sie bestehen üblicherweise aus einer Abfolge von vertikal angeordneten Schlitzen und Becken. Nachteil: Der hohe Wasserdurchfluss mit vielen Turbulenzen mindert die Rentabilität des Kraftwerks und erschwert schwächeren Schwimmern das Fortkommen.

Die zur Kirchdorfer-Gruppe gehörende MABA Fertigteilindustrie und das Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau der Universität für Bodenkultur in Wien arbeiten daher seit Jahren an Alternativen. Herausgekommen ist der "enature Fishpass", ein "entschleunigter" Wasserweg in Fertigteilbauweise. In Rottau-Mühldorf an der Möll in Kärnten entstand beispielsweise eine 435 Meter lange Aufstiegshilfe mit über 100 Becken und elf Kehren, die das Gefälle deutlich mindern und zugleich als Ruhe- und Laichzonen fungieren. Es fließt ein gutes Drittel weniger Wasser als bei herkömmlichen Anlagen. Insgesamt wurden mittlerweile mehr als 40 dieser beinahe barrierefreien Fischaufstiege in Österreich, Südtirol, Bayern und in der Schweiz installiert.

Das Forschungsprojekt von MABA und Boku, das noch bis Jahresende läuft, hat mithilfe einer eigens entwickelten videobasierten Fischerkennungssoftware dokumentiert, dass die Fische die Anlage finden und den Aufstieg bewältigen. Das gilt sowohl für mehr als einen Meter lange Welse und Huchen als auch für unerfahrene Jungtiere.

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Burgenland Holding mit höherem Periodenergebnis

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Eisenstadt/Wien, 24.05.2017

Aufgrund der gestiegenen Dividendenausschüttung der Energie Burgenland hat die börsennotierte Burgenland Holding im ersten Halbjahr 2016/17 einen höheren Gewinn ausgewiesen. Der Holding gehören 49 Prozent am Energieversorger. Das Periodenergebnis belief sich per Ende März auf 10,2 Mio. Euro, nach 9,2 Mio. Euro im Vergleichszeitraum.

Der Betriebserfolg blieb mit -117.500 Euro etwa auf dem Niveau des Vergleichszeitraumes. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Jahresergebnis "deutlich" über dem Niveau des Vorjahres. Die Dividendenausschüttung belief sich auf 3,15 Euro je Aktie. Die Beteiligungserträge stiegen so im ersten Halbjahr 2016/17 um 10,8 Prozent auf 10,3 Mio. Euro.

Die Energie Burgenland hat den Umsatz im ersten Quartal 2016/17 leicht um 1,8 Prozent auf 86,7 Mio. Euro gesteigert. Grund dafür sind eine gestiegene Produktionsleistung der Windanlagen und höhere Netzerlöse im Strombereich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit steigerte sich um 22,7 Prozent auf 15,7 Mio. Euro. Die Energie Burgenland hatte im ersten Quartal 2016/17 mehr Strom und Erdgas verkauft, geht aus dem Geschäftsbericht der Burgenland Holding hervor.

Mehrheitsaktionär der Burgenland Holding ist die niederösterreichische EVN mit fast 74 Prozent. Über zehn Prozent werden vom Verbund und zwischen fünf und zehn Prozent von der Wien Energie gehalten. Der Rest ist im Streubesitz.

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Signale: OPEC will Produktionskürzung verlängern

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Wien, 24.05.2017

Die OPEC und weitere wichtige Ölförderstaaten wollen voraussichtlich auch in nächster Zukunft die Förderung von Rohöl drosseln, um damit den Preis möglichst in die Höhe zu treiben. Dies wurde im Vorfeld des halbjährlichen Treffens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) am Donnerstag in Wien deutlich.

Saudi-Arabien und Russland sowie weitere Ölproduzenten hatten sich dafür ausgesprochen, die seit Jahresanfang geltende Kürzung der Förderung um neun Monate bis zum Frühjahr 2018 zu verlängern. Die 13 Mitgliedsstaaten des Öl-Kartells sowie wichtige Nicht-OPEC-Länder wollen als demonstratives Zeichen ihrer ungewöhnlichen Allianz am Ende des Treffens gemeinsam ihre Beschlüsse mitteilen.

Das bisherige Übereinkommen war zunächst für sechs Monate vereinbart worden. Es sah vor, die tägliche Ölproduktion um insgesamt fast 1,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) zu kürzen. Allein das Kartell, allen voran Saudi-Arabien, hatte die Tagesförderung um 1,2 Millionen Barrel auf 32,5 Millionen Fass reduziert.

Die von den Ölnationen erhoffte Wirkung ist aber weitgehend ausgeblieben. Zwar war der Ölpreis anfänglich um bis zu 15 Prozent gestiegen. Aber inzwischen hat er sich mit etwas mehr als 50 Dollar (rund 45 Euro) pro Fass wieder auf dem Niveau zum Zeitpunkt des Beschlusses eingependelt. Damit ist Rohöl nur etwa halb so teuer wie zu den für die Ölstaaten so lukrativen Spitzenzeiten. 2011 bis 2014 pendelte der Preis um die 100-Dollar-Marke.

Überangebot auch durch Schieferöl-Konkurrenz

Grund für die Preisdelle war das Überangebot auf dem Weltmarkt auch durch die Schieferöl-Konkurrenz aus den USA. Eine preistreibende Wirkung wird auch von den neuerlichen OPEC-Beschlüssen von Analysten eher nicht erwartet. Brasilien und Länder Westafrikas werden Anfang 2018 mit neu erschlossenen Ölfeldern auf den Markt drängen.

Was die Öl-Multis ärgert, freut die Verbraucher. "Die Autofahrer tanken im langjährigen Vergleich relativ günstig", sagte Alexander von Gersdorff, Sprecher des deutschen Mineralölwirtschaftsverbands. Im Sommer 2015 kostete Benzin pro Liter an einer der rund 14.500 Tankstellen der Bundesrepublik noch etwa 1,50 Euro. Aktuell zahlen die Deutschen etwas mehr als 1,30 Euro.

Die OPEC liefert ein Drittel des weltweiten Bedarfs an Öl. Sie verfügt außerdem über die größten bekannten Reserven. Vor allem das von Armut und Misswirtschaft gebeutelte Venezuela hat immense Vorkommen. Das Kartell wurde 1960 in Bagdad von Saudi-Arabien, dem Iran, dem Irak, Kuwait und Venezuela gegründet.

APA/dpa
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Österreichische Technik hilft Ägyptens Stromversorgung

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Kairo/Wien, 24.05.2017

Der Siemens-Konzern errichtet derzeit in Ägypten mit lokalen Partnern drei Gaskraftwerke, Windparks und Verteilstationen um rund 8 Mrd. Euro. Ägypten setzt große Hoffnungen in das "Megaprojekt" - es soll Strom für 45 Millionen Menschen erzeugen und über ein stabilisiertes Verteilnetz Blackouts verhindern. Mit dabei ist österreichische Transformator-Technik aus dem Werk im oststeirischen Weiz.

Parallel zum Besuch von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) in Ägypten, der in Kairo auch Fragen der gegenseitigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit bespricht, sind bereits einige Kraftwerkseinheiten mit Transformatortechnik aus Weiz in Betrieb gegangen. Siemens Weiz liefert 24 große Transformatoren. Ihre neue Heimat haben die per Schiff ins Nil-Land transportierten Trafos im Projekt "New Capital", in Burullus am Mittelmeer östlich von Alexandria sowie in Beni Suef am Nil, knapp 200 Kilometer südlich von Kairo.

"New Capital" soll die mit fünf Millionen Einwohnern konzipierte neue administrative Hauptstadt Ägyptens - rund 50 Kilometer östlich Kairos - versorgen und den Großraum der ägyptischen Metropole energiemäßig entlasten. Hier wird mitten in der Wüste ein anspruchsvolles Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit 4,8 Gigawatt (GW) errichtet. Die Kühlung erfolgt mangels Wasser mit sogenannten Wet Cooling Towers. Die besondere Herausforderung in Beni Suef - hier entsteht am Nil ein Kraftwerk derselben Leistung - war es, eine Geländestufe abzutragen und Teile der Anlage hineinzubauen. In Burullus wiederum musste der Untergrund erst mit Hunderten Betonstelzen gesichert werden. Sowohl in Brullus als auch in Beni Suef besteht die Herausforderung darin, das dem Meer bzw. Nil entnommene Wasser gesäubert und gekühlt zurückzugeben. Deshalb wurden vier große Klär- und Abkühlbecken errichtet.

Sherif Kotb, stellvertretender Direktor des Mega-Projekts, sagte bei einem Baustellen-Besuch, mithilfe der neuen Kraftwerke und Verteilstationen werde Ägypten künftig in der Lage sein, Blackouts zu verhindern. Im September 2014 hätte nicht viel gefehlt und die ägyptische Stromversorgung wäre wegen Verteilproblemen zusammengebrochen - eine Katastrophe für Industrie, Gewerbe und die Bevölkerung. Besonders stolz ist man bei Siemens und den ägyptischen Partnern, den Konzern Orascom und El Sewedy, auf die kurze Errichtungszeit: Mit Beginn im Frühjahr 2016 sei man in der geplanten Rekordzeit unterwegs, der letzte Kraftwerksblock werde - wenn es so weitergeht - Mitte bis Herbst 2018 am Netz sein - mit einer Gesamtleistung von 14,4 GW. Dazu kommen noch Windparks im Jiltal und am Roten Meer, die mehrere hundert MW bereitstellen sollen.

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Sloweniens Präsident zeigt Verständnis für AKW-Sorgen

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Ljubljana/Wien, 24.05.2017

Der slowenische Präsident Borut Pahor zeigte Verständnis für die "vollkommen legitime Sorge" Österreichs um die Sicherheit des slowenischen Atomkraftwerks Krsko. "Wer, wenn nicht am meisten wir, ist an der Sicherheit des Kernkraftwerkes interessiert", sagte Pahor bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Bei den Gesprächen der beiden Präsidenten war auch die geplante Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks, die in Österreich auf Widerstand stößt, ein Thema. "Österreich legt Wert darauf, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht wird", betonte Van der Bellen mit Blick auf die Pläne, die Laufzeit des Atommeilers bis 2043 zu verlängern.

Pahor versicherte indes, dass sich Slowenien bei dem grenzüberschreitenden UVP-Verfahren an die internationalen und EU-Regeln halten werde. Die slowenische Umweltagentur (ARSO) hat heuer im Februar beschlossen, dass bei den Plänen für die Verlängerung der Lebensdauer des AKW Krsko von 40 auf 60 Jahre bis 2043 keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei. "Diese Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig", betonte der slowenische Präsident.

Die Präsidenten lobten unterdessen den Informationsaustausch über das Kernkraftwerk zwischen Slowenien und den zuständigen Behörden in Österreich.

Gegen die Entscheidung der Umweltagentur legten im Mai mehrere slowenische Umweltorganisationen eine Beschwerde ein. Sie protestieren gegen den Beschluss, dass die Laufzeitverlängerung kein UVP-Verfahren braucht. "Damit wird die Teilnahme der Öffentlichkeit sowohl in Slowenien als auch in den Nachbarländern ausgeschlossen", lautet die Kritik. Über die Beschwerde wird das Umweltministerium entschieden.

Österreich gegen Laufzeitverlängerung

In Österreich haben sich neben den Umweltgruppen auch die Länder Kärnten und Steiermark schon vor geraumer Zeit gegen die Laufzeitverlängerung ausgesprochen. Kärnten kündigte vor zwei Jahren an, in einem von Slowenien noch einzuleitenden grenzüberschreitenden UVP-Verfahren alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Verlängerung zu verhindern.

Die Kärntner FPÖ forderte am Mittwoch erneut, dass "diese tickende Zeitbombe Krsko" ehestmöglich geschlossen werde. Krsko sei das Kraftwerk mit dem höchsten Erdbebenrisiko in ganz Europa. Alles andere als die Schließung sei "ein Spiel mit dem Leben der Österreicher und der Zukunft Mitteleuropas", betonte der Kärntner FPÖ-Obmann Gernot Darmann laut einer Mitteilung. Er rief den Bundespräsidenten auf, Kärnten im Kampf gegen das "veraltete und störanfällige" AKW Krsko zu unterstützen.

Das AKW Krsko, das in Slowenien in der Nähe der Grenze mit Kroatien liegt, wurde noch in Ex-Jugoslawien gebaut und ist seit 1983 in Betrieb. Heute gehört es jeweils zur Hälfte Slowenien und Kroatien. Die Anlage sollte eigentlich 2023 abgeschaltet werden, doch vor zwei Jahren wurde einen Weiterbetrieb vereinbart. Für Sorgen sorgt neben dem Alter der Anlage auch deren Lage in einer für Erdbeben anfälligen Region.

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Auch Energiekonzern Dong verkauft Kohle- und Gasgeschäft

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Stockholm, 24.05.2017

Der dänische Energiekonzern Dong verkauft sein Kohle- und Gasgeschäft für umgerechnet rund 935 Mio. Euro an die Schweizer Ineos-Gruppe. Damit sei die Umwandlung von Dong in ein ausschließlich auf erneuerbare Energien ausgerichtetes Unternehmen gelungen, teilte Dong-Chef Henrik Poulsen mit.

Dong Energy hatte im vergangenen Jahr beschlossen, sich auf die Produktion von Windstrom zu konzentrieren. Ineos ist eine Gruppe chemischer Betriebe mit Sitz in der Schweiz.

Dong Energy ist der weltgrößte Betreiber von Windparks auf See. 2016 schrieb der Konzern erstmals seit mehreren Jahren wieder schwarze Zahlen. Das Unternehmen war im Juni des vergangenen Jahres an die Börse gegangen. Es ist aber immer noch zu 50,1 Prozent in der Hand des dänischen Staates.

APA/ag.